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Vogelarten an der Nordsee

Die Nordseeküste und das Wattenmeer sind ein Paradies für Vögel. Das Wattenmeer dient als Rast- und Nahrungsgebiet für die Zugvögel auf der ostatlantischen Zugroute. Ausserdem findet man hier viele Brutvögel, die teilweise als stark bedroht gelten.
So kommt es, daß ich jedes Jahr mindestens ein mal in diese Gegend komme um Vögel zu beobachten und zu fotografieren.
Am Meer hört und sieht man Vögel bei jedem Strandspaziergang und auch die Salzwiesen an der See sind voll von den gefiedereten Zeitgenossen. Einige der Vogelarten, die euch beim nächsten Aufenthalt an der Nordsee begegnen könnten, möchte ich euch hier vorstellen.

Silbermöwe mehr Info

Vogelarten an der Nordsee Möwen

Möwen gehören wohl zu den Vögeln, die man an der Nordsee am häufigsten sieht. Vor allem Silbermöwen und die kleineren Lachmöwen sind allgegenwärtig. Man sollte als Strandbesucher immer auf der Hut vor diesen vorwitzigen Federtieren sein. Möwen sind nicht zimperlich, wenn es um die Nahrungsbeschaffung geht. So habe ich schon die ein oder andere Erfahrung mit ihnen gemacht.
Während einem Strandaufenthalt wurde mir von einer frechen Sturmmöwe eine angebrochene Haribotüte gemopst und der Inhalt kurzerhand verspeist.

Sturmmöwe mehr Info

Vogelarten Nordsee Wattenmeer

Ein anderes mal schnappte sich eine große Silbermöwe im Flug mein lecker duftendes Crêpe, das ich gerade an einer Strandbude erstanden hatte. Mit einer recht beachtlichen Flügelspannweite von bis zu 150 cm ist so eine Silbermöwe schon eine imposante Erscheinung. Ich staunte nicht schlecht, als sich der Vogel auch über die Snacks der anderen Strandbesucher hermachte und so mit seinen "Luftangriffen" für ziemliche Aufregung sorgte.

Lachmöwe mehr Info

Lachmöwen sind deutlich kleiner als Silbermöwen aber nicht weniger frech. Auch sie spekulieren ständig auf Essbares. Die meisten Möwenarten sind Allesfresser, die je nach Gelegenheit alles Mögliche als Nahrung aufnehmen. Egal ob lebende Nahrung oder Abfälle, Aas oder eben das Mittagessen der Strandbesucher.

Vogelarten an der Nordsee

Lachmöwen sind im nördlichen Mitteleuropa häufig als Brutvögel vertreten. Sie verbringen auch den Winter in Mittel- und Westeuropa. Im Winter tragen die kleinen Möwen ihr sogenanntes "Schlichtkleid". Während dieser Zeit haben sie einen weißen Kopf mit grauen Flecken. Der Schnabel ist rot mit einer schwarzen Spitze.

Lachmöwe im Sommerkleid

Im Sommer wechseln sie ins "Prachtkleid". Dann ist der ganze Kopf dunkel schwarzbraun und der Schnabel und die Beine sind rot.

Steinwälzer mehr Info

Vogelarten an der Nordsee

Im Gegensatz zu den Möwen sind Steinwälzer sehr angenehme kleine Zeitgenossen, die man häufig an den Küsten findet. Sie gehören, genau wie die Möwen, zur Ordnung der Regenpfeiferartigen.
Diese kleinen Vögelchen sind überhaupt nicht scheu, so daß man sie aus nächster Nähe beobachten kann. Steinwälzer tragen ihren Namen, weil sie Steine und Seetangfladen entlang der Küste umwälzen, um darunter nach kleinen Krebstierchen und Schnecken zu suchen. Am häufigsten begegnet man ihnen im Winter bei uns.

Alpenstrandläufer mehr Info

Vogelarten an der Nordsee

Auch Alpenstrandläufer kann man zu den Zugzeiten und im Winter in großen Schwärmen an der Nordsee beobachten. Ihre Brutgebiete liegen im hohen Norden.
Es handelt sich um 17 bis 21 cm große Vögel, die vor allem bei auflaufender Flut in der Nähe der Strände zu sehen sind.

Alpernstrandläufer Nordsee

Je weiter das Wasser steigt, desto näher trippeln sie auf der Suche nach kleinen Krebstierchen oder Würmern an das Ufer haran. Sie stochern mit ihren Schnäbeln im Schlick herum und stecken zeitweise gleich ihren ganzen Kopf in den Schlamm.

Sanderling mehr Info

Nordsee Wattenmeer Vogelarten

Ein weiterer kleiner Strandläufer ist der Sanderling, den man ebenfalls im Winter oft an flachen Sandstränden beobachten kann. Dort suchen sie nach Krebstierchen, Muscheln oder Würmern. Aber auch pflanzliche Kost gehört zum Speiseplan.
Die Vögel brüten in der arktischen Tundra und auf arktischen Inseln, z. B. auf Spitzbergen. Je nach Standort und Population überwintern die Vögel in gemäßigten Breiten, manche ziehen aber auch lange Strecken bis zu ihren Überwinterungsgebieten, die Teils in Südafrika, Südamerika oder Australien liegen.

Flußuferläufer mehr Info

Flußuferläufer an der Nordsee

Leider handelt es sich bei diesem etwa 20 cm kleinen Schnepfenvogel um eine stark gefährdete Art. Bei uns kann man Flußuferläufer zwischen Arpil und September beobachten. Vor allem während der Zugzeiten sieht man diese Vögel in den nördlichen und östlichen Regionen Deutschlands vor allem an den Küsten, vereinzelt aber auch im Binnenland. Als Brutvögel sind Flußuferläufer bei uns eher selten zu finden. Die Brutgebiete sind auf wenige Regionen, wie z.B. die Alpen, beschränkt. Dort dienen steinige Flußufer mit Sand- oder Kiesbänken als Nistplätze.
Die typische Körperhaltung der Vögel ist nach vorne geduckt und leicht übergebeugt. Außerdem wippen sie häufig mit dem Hinterteil. Ein markantes Merkmal zur Bestimmung ist der weiße Keil zwischen Flügelansatz und Brust.

Sandregenpfeifer mehr Info

Vogelarten Nordseeküste

Der letzte der ziemlich kleinen Vertreter der Regenpfeiferartigen, die ich euch hier vorstellen möchte, ist der Sandregenpfeifer. Er wird nur um die 18 bis 20 cm groß und ist damit nur ein bisschen grösser als ein Spatz (14 bis 16 cm). Man sieht ihn recht häufig, allerdings kann man ihn manchmal zwischen den Steinchen am Ufer nicht besonders gut sehen, weil er in seiner Umgebung zu verschwinden scheint.
Sandregenpfeifer sind, wie der Name schon sagt, Brutvögel an Sandstränden, auf Wiesen an Küsten und Dünenrändern. Er ist ein Brutvogel im Norden Europas, Asiens, Süd- und Nordamerikas. In Mitteleuropa brütet er im Küstengebiet der Nord- und Ostsee. Überwintert wird an den Küsten West- und Südeuropas, auf dem afrikanischen Kontinent südlich der Sahara und im Südwesten Asiens. Im Frühjahr finden sich unzählige Sandregenpfeifer am Wattenmeer an der schleswig-holsteinischen Küste ein und rasten dort.

Kiebitz mehr Info

Kiebitz Nordsee

Ein weiterer typischer Vogel der Nordseeküste ist der Kiebitz. Er ist größer als Steinwälzer und co. und wird ca. 28 bis 31 cm groß. Man kann ihn oft in Salzwiesen beobachten, wo er nach Nahrung sucht. In Deutschland am Wattenmeer können riesige Schwärme dieser Vögel von Juli bis März beobachtet werden, da sie hier überwintern. Trotz der augenscheinlich großen Anzahl der Vögel zählt der Kiebitz zu den gefährdeten Vogelarten.

Kiebitzregenpfeifer mehr Info

Vogelarten an der Nordsee Wattenmeer

Dieser niedliche Kerl mit den großen Äuglein ist ein Kiebitzregenpfeifer, den ich aus einer Vogelbeobachtungshütte im Beltringharder Koog auf Nordstrand aufgenommen habe. Es handelt sich um einen Kiebitzregnpfeifer im "Schlichtkleid", das die Vögel im Winterhalbjahr tragen. Im "Prachtkleid", also während der Sommermonate wenn gebrütet wird, ist die Körperunterseite der Männchen einfarbig schwarz und beim Weibchen mit hellen Federn durchsetzt.
Im Sommer lebt der Kiebitzregenpfeifer in der nordischen Tundra. Zu den Zugzeiten und im Winter ist er an der Nordseeküste anzutreffen und hält sich meistens im Watt oder in Wattenmeernähe auf. In Deutschland ist er ein Wintergast oder Durchzügler, kein Brutvogel.

Stelzenläufer mehr Info

Vogelarten an der Nordsee

Auch der Stelzenläufer gehört zu den Watvögeln. Wie der Name schon vermuten lässt, hat der Stelzenläufer ziemlich lange Beine. So ist er gut für die Nahrungssuche im Watt ausgerüstet. Auch einige andere Watvogelarten haben einen ähnlichen Körperbau mit langen Beinen und langen Schnäbeln.
Bei uns ist der Stelzenläufer als Brutvogel nur eher selten zu finden. Seine Brutgebiete liegen hauptsächlich im Süden Europas.

Austernfischer mehr Info

Vogelarten Nordsee Wattenmeer

Austernfischer sind an der Nordsee häufig zu sehen und zu hören. Auch gebrütet wird bei uns in Deutschland.
Wenn die Vögel über unserern Köpfen entlangfliegen, geben sie oft ihren typischen Ruf von sich.

Austernfischer Nordsee Wattenmeer

Man bezeichnet sie scherzhaft auch als "Halligstörche", wobei sie natürlich deutlich kleiner sind als Störche. Sie werden etwa 35 bis 45 cm groß und sind durch ihren auffällig orange-roten Schnabel und dem schwarz weißen Federkleid recht leicht von anderen Vögeln zu unerscheiden.

Großer Brachvogel mehr Info

Vogelarten an der Nordsee Wattenmeer

Der große Brachvogel macht seinem Namen alle Ehre. Er ist, wie sein Name schon sagt, die größte Brachvogelart. Er gehört zu den Schnepfenvögeln und ist mit etwa 50 bis 60 cm Körpergröße und 600 und 1000 g Gewicht keine unauffällige Erscheinung. Der große Brachvogel sucht meistens Insekten, Regenwürmer und andere kleine Tierchen in den oberen Bodenschichten und stochert im Watt nach Krebstieren. Sein Lebensraum sind offene und meist feuchte Flächen wie z.B. Salzwiesen und Moore. Der Brachvogel war früher in Deutschland ein weitverbreiteter Brutvogel. Leider hat sich das mit der Trockenlegung der Moore und dem Grünlandumbruch grundlegend geändert. Heute gibt es nur noch grössere Brutvorkommen in der Norddeutschen Tiefebene und in Bayern entlang der Donau und im Altmühl. Der Brachvogel ist heute in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Regenbrachvogel mehr Info

Regenbrachvogel Nordsee Wattenmeer

Der Regenbrachvogel ist deutlich kleiner als der große Brachvogel und kann relativ gut von diesem unterschieden werden, auch wenn die Gefiederfärbung beider Vögel recht ähnlich ist. Der Regenbrachvogel ist 40 bis 46 cm groß und wiegt bis zu 600 g, wogegen der große Brachvogel bis zu einem Kilo wiegt und 60 cm groß wird. Außerdem ist der Schnabel beim Regenbrachvogel kürzer und er hat einen gestreiften Kopf.
Im Herbst und im Frühjahr ist der Regenbrachvogel regelmäßig als Durchzügler in Mitteleuropa anzutreffen. Meistens sieht man ihn in Deutschland an den Küsten beim Rasten auf Schlickflächen und Sandbänken, im Binnenland ist er seltener finden. Einige Exemplare übersommern manchmal an den Küsten im Nordwesten Mitteleuropas.

Säbelschnäbler mehr Info

Voegel Nordsee

Säbelschnäbler zählen zu den Brutvögeln der deutschen Nord- und Ostseeküste.
Die Vögel sind mit ihrem schwarz-weißen Gefieder, den langen Beinen und ihrem gebogenen Schnabel leicht zu bestimmen. Der gebogene Schnabel ist das ideale Werkzeug, um in seichtem Wasser nach Fischen, Krebstierchen und anderen Kleintieren zu suchen. Mit Pendelbewegungen werden die kleinen Tiere aus dem Wasser herausfiltert.

Rotschenkel mehr Info

Rotschenkel am Wattenmeer

Den Rotschenkel sieht man an der Nordseeküste noch recht häufig. Die roten Beinchen und der lange rote Schnabel mit schwarzer Spitze sind die eindeutigsten Erkennungsmerkmale dieser Vögel. Sie werden 27 bis 29 cm groß und haben eine Spannweite von bis zu 66 cm. Die Nahrung des Rotschenkels besteht aus Insekten, Würmern, Schnecken, Krebstieren, kleinen Muscheln und anderen Weichtieren.
Es gibt sowohl Stand- als auch Zugvögel unter ihnen. Die Ausdehnung des Brutareals erstreckt sich von Island, der Iberischen Halbinsel und den Britischen Inseln bis nach Skandinavien, Osteuropa und sogar bis zum Pazifik. Überwintert wird im Mittelmeerraum bis nach Südwestafrika.

Bartmeise mehr Info

Vogelarten an der Nordsee

Natürlich gibt es an der Nordseeküste nicht zur Möwen und Watvögel zu sehen. Auch Singvögel sind mit den unterschiedlichsten Arten dort vertreten. Besonders hübsch finde ich die niedlichen Bartmeisen, die man nur in Regionen findet, die dichte Schilflandschaften aufweisen. Die Brutgebiete der Bartmeisen liegen in Deutschland hauptsächlich im Norden.
Genau genommen gehören Bartmeisen nicht zur Familie der Meisen und sind also nicht direkt mit Blaumeisen oder Kohlmeisen verwandt. Am nächsten sind sie mit den Lerchen verwandt, obwohl sie äusserlich den Meisen ähneln.

Schafstelze mehr Info

Singvögel an der Nordseeküste

Schafstelzen sind etwa 15 bis 17 cm große Vögelchen, die sich je nach Unterart leicht unterscheiden. Bei allen Männchen ist die Brust und die Kehle leuchtend gelb, bei den Weibchen eher blassgelb. Im Vergleich zur fast gleich aussehenden Gebirgsstelze hat die Schafstelze einen deutlich kürzeren Schwanz.
Meistens findet man die Schafstelze auf feuchten Wiesen und Feldern in Gewässernähe.
In den meisten Regionen Europas und Asiens kommt die Schafstelze vor, wobei sie in günstigen klimatischen Regionen ein Standvogel ist. Nördliche und östliche Populationen wandern im Winter nach Afrika und ins südliche Asien.

Wiesenpieper mehr Info

Vögel an der Nordsee

Ein eher unscheinbarer Singvogel ist der Wiesenpieper. Oft ist der Wiesenpieper zu Fuß unterwegs und wuselt gut getarnt auf dem Boden herum.
Wenn sich die Vögel in die Luft erheben, steigen sie gerne steil nach oben auf und gleiten dann laut singend wieder nach unten. So hört man die Vögelchen meistens schon bevor man sie sehen kann.
Man sollte auch Zaunpfähle und Sträucher im Auge behalten. Dort bleiben sie gerne sitzen und lassen sich gut beobachten, so wie der kleine Kerl auf dem Bild mit seiner dicken Beute für den Nachwuchs.

Steinschmätzer mehr Info

Singvogelarten an der Nordsee

Leider ist der Steinschmätzer deutschlandweit vom Aussterben bedroht. Trotzdem habe ich diesen hübschen Vogel schon das ein oder andere mal an der Nordsee beobachten können. Das Steinschmätzer-Weibchen ist im Gegensatz zum Männchen recht unauffällig gefärbt. Das Männchen hat im Frühjahr zur Paarungszeit einen grauen Scheitel und grauen Rücken, außerdem einen schwarzen Augenstreif, der wie eine schwarze Maske aussieht. Im Herbst und Winter ist das Gefieder auch beim Männchen unauffälliger.

Bluthänfling mehr Info

Nordsee Vögel

Der Bluthänfling ist an der Nordseeküste Deutschlands recht häufig zu sehen. Die Geschlechter lassen sich anhand der Gefiederfärbung recht gut unterscheiden, denn das Männchen hat vor allem im Prachtkleid auf dem Köpfchen und an der Brust leuchtend rotes Gefieder, was auch seinen Namen erklärt. Im Schlichtkleid ist die Rotfärbung nicht so stark ausgeprägt. Eine Verwechslung mit dem Birkenzeisig, der sehr ähnlich aussieht, ist möglich. Das Bluthänfling Weibchen ist viel unauffälliger gefärbt und es gibt auch hier Verwechslungsgefahr. Das Weibchen sieht vor allem im Schlichtkleid einer Grauammer, einem Berghänfling oder einem Sperling auf den ersten Blick recht ähnlich.

Blaukehlchen mehr Info

Blaukehlchen an der Nordsee

(Blaukehlchen Männchen)

Warum das Blaukehlchen seinen Namen trägt, liegt auf der Hand. Das Blaukehlchen-Männchen hat eine auffällige leuchtend blaue Kehle. Darunter befindet sich ein rostrotes Band. Die Vögelchen sind 13 bis 14 cm groß und wiegen um die 18 g. Es handelt sich nicht nur um recht zierliche Tiere, sie sind auch nicht ganz einfach zu entdecken. Möchte man sich auf die Suche nach ihnen begeben, sollte man auf jeden Fall in den Sommermonaten nach ihnen Ausschau halten, denn es handelt sich um Zugvögel, die den Winter in wärmeren Regionen verbringen. Bei uns in Deutschland bewohnen Blaukehlchen Schilfgebiete an Gewässern, Mooren oder Gräben. Im Frühjahr singen die Männchen ihre Lieder oft von Singwarten aus, die meistens einzelne Büsche oder niedrige Bäume darstellen. Bei uns in Deutschland kommen Blaukehlchen am häufigsten im Nordwesten vor.

Schilfrohrsänger mehr Info

Singvögel an der Nordsee

Als letzen Singvogel möchte ich euch an dieser Stelle den Schilfrohrsänger zeigen, der seinem Namen alle Ehre macht. Zum einen hört man den Schilfrohrsänger schon von Weitem lautstark singen, zum Anderen findet man ihn verlässlich in vegetationsreichen Feuchtgebieten mit Schilf- oder Binsenbestand. Schilfrohrsänger sind nicht sonderlich scheu, so daß man sie durchaus gut zwischen den Schilfhalmen beobachten kann und auch außerhalb ihrer Deckung halten sich die Vögel oft auf.
Besonders auffällig gefiedert sind Schilfrohrsänger allerdings nicht. Sie sind beigebraun mit einer dunkleren Oberseite und einem weißlichen bis gelblichen Bäuchlein. Außerdem haben Schilfrohrsänger einen markanten hellbeigen Überaugstreif und einen dunklen Augenstreif.

Eiderente mehr Info

Vogelarten Nordsee

Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen Wasservögel, die man an den Küsten überall beobachten kann. Zum Beispiel ist die Eiderente eine typische Entenart der Nordsee. Auffälligstes Merkmal der Eiderente ist die hohe Schnabelwurzel, die den Kopf keilförmig wirken lässt. So ist die Eiderente von jeder anderen Entenart gut zu unterscheiden. Die Eiderente lebt an den nördlichen Küsten Europas und auf Island. Einige brüten auch in Deutschland an der Nord- und Ostseeküste.

Weißwangengans mehr Info

Vögel an der Nordsee

Auch viele Gänsearten finden sich an der Nordsee ein. Vor allem im Winterhalbjahr sind große Schwärme überall zu sehen. Zum Beispiel sieht man viele Weißwangengänse, Graugänse, Ringelgänse und Blässgänse.
Früher befanden sich die Brutgebiete der Weißwangengänse ausschließlich an der russischen Eismeerküste. Heutzutage zählen diese Vögel auch zu den Brutvögeln Mitteleuropas, wobei die meisten Exemplare nach wie vor eher als Wintergäste bei uns erscheinen.

Basstölpel auf Helgoland mehr Info

Basstölpel auf Helgoland

Etwas ganz Besonderes findet man auf der kleinen Nordseeinsel Helgoland. Hier brüten seit 1991 Basstölpel, die sonst nirgendwo in Deutschland als Brutvögel vorkommen. Die etwa gänsegroßen Vögel sind elegante Flugkünstler und auf Helgoland am Lummenfelsen während ihrer Brutsaison aus nächster Nähe zu sehen. Den Rest des Jahres verbringen sie auf dem offenen Meer.

Eissturmvogel mehr Info

Eissturmvogel auf Helgoland

Eissturmvögel sind Hochseevögel und verbringen die meiste Zeit ihres Lebens auf dem offenen Meer. Zur Brutzeit kommen sie an Land und bleiben während dieser Zeit in der Nähe ihres Nistplatzes. In Deutschland gibt es seit 1972 eine kleine Brutkolonie dieser Vögel auf der Insel Helgoland, wobei 2021 nur noch wenige Brutpaare dort gezählt wurden.
Die Vögel haben eine ziemlich hohe Lebenserwartung, die durchschnittlich bei etwa 34 Jahren liegt. Es wurden allerdings schon deutlich ältere Vögel nachgewiesen.
Ihre Geschlechtsreife erreichen sie erst mit acht bis zwölf Jahren und ziehen pro Jahr nur einen Jungvogel groß.

Trottellumme mehr Info

Trottellumme

Ebenfalls auf der Nordseeinsel Helgoland befindet sich der einzige Brutstandort der Trottellummen in Mitteleuropa. Allerdings sind sie dort auch nur während der Brutsaison zu sehen, denn die Vögel verbringen ihr Leben auf dem offenen Meer.
Trottellummen sehen ähnlich aus wie Pinguine, werden zwischen 38 und 46 cm groß und wiegen etwa 1 kg. Im Gegensatz zu Pinguinen können Trottellummen allerdings fliegen.
Männchen und Weibchen unterscheiden sich anhand Größe, Gewicht und Gefiederfärbung nicht. Nur haben Männchen im Durschnitt einen größeren Schnabel.

Hinweis:
Aufgrund großer Distanzen, wegen schlechten Lichtverhältnissen oder um die Störung der Vögel zu vermeiden, kann nicht jede Beobachtung fotografisch dokomentiert werden. Deshalb sind manche Bilder exemplarisch zur Veranschaulichung der Vogelart gedacht und nicht immer am jeweiligen Ort entstanden.

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