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Vögel in Kastilen & León - Spanien

Vögel fotografieren Spanien

(Bienenfresser - mehr Info)

Wie so oft verschlug es mich im Juni 2026 wieder nach Spanien. Diesmal standen 12 Tage Rundreise auf dem Programm. Für die Zukunft hatte ich mir vorgenommen, in andere Länder zu Reisen, so daß ich ein grosses Programm geplant hatte. Ich wollte natürlich noch möglichst viele Arten der spanischen Vogelwelt "mitnehmen", die ich noch nicht vor die Kamera bekommen hatte, bevor ich andere Ziele in Angriff nehmen konnte. Schon ein dreiviertel Jahr vorher durchforstete ich das Internet nach Ansitzmöglichkeiten in Regionen, in denen ich noch nicht zu Besuch war und wurde auch schnell fündig.

Vögel fotografieren

(Blaumerle - mehr Info)

Die erste Station der Reise war Cantalejo, wo wir fünf Tage in den verschiedenen Ansitzhütten von Vultournaturaleza verbringen würden. Als ich die erste Anfrage an Juan Matute stellte, um zu erfahren, bei welchen Vogelarten ich im Juni gute Chancen hätte, freute ich mich über eine promte Antwort und nette Kommunikation. Juan bat mich, ihm eine Art "Wunschliste" zu schicken, um sich eine Vorstellung von meinen Zielarten machen zu können. Meine Liste enthielt so ziemlich alle Vögel, die ich in der Region vermutete und von denen ich schon lange träumte. Die Webseite von Juan war dabei sehr hilfreich, weil man dort eine Art Kalender findet, in dem mögliche Zielarten für alle Monate des Jahres aufgelistet sind. Natürlich möchte ich euch die Liste nicht vorenthalten...

Adler fotografieren

(Steinadler - mehr Info)

Auf der Wunschliste für die Ansitze bei Juan standen folgende Zielarten:
Blaumerle, Maurensteinschmätzer, Nachtigall, Orpheusspötter, Berglaubsänger, Weißbartgrasmücke, Brillengrasmücke, Orpheusgrasmücke, Samtkopfgrasmücke, Girlitz, Steinhuhn, Sommergoldhähnchen, Iberischer Grünspecht, Zaunammer, Grauammer, Steinadler, Haubenlerche, Feldlerche, Kalanderleche, Heidelerche, Rotkopfwürger und Pirol.

Vögel Spanien

(Rotkopfwürger - mehr Info)

Der Vogel meiner grössten Begierde war in diesem Fall die Blaumerle, denn der Vogel ist einfach superhübsch und ich hatte noch nie eine vor der Linse. So war also die Hoffnung groß, die Blaumerle und einen Teil meiner restlichen Wunschliste in die Realität umsetzen zu können. Zusätzlich hatte ich noch einen Wiedehopfansitz gebucht, weil mir der Vogel einfach so gut gefällt, obwohl ich schon viele Bilder von ihm machen konnte.

Wiedehopf

(Wiedehopf - Kastilien la Mancha 2025)

Nachdem Juan meine Liste begutachtet hatte, prophezeihte er mir im Allgeimeinen gute Chancen auf besagte Vögel, wobei er mir nahelegte, den Pirol vorsichtshalber wieder von der Liste zu streichen. Der Vogel lässt sich nicht so gerne fotografieren und er erscheint nur selten an den Ansitzen. Trotzdem freute ich mich schon sehr auf den Trip und so startete ich samt Begleitung planmäßig am ersten Ansitztag mit der Blaumerle. Wir wurden morgens früh um 6.30 bei unserer Ferienunterkunft eingesammelt und zum Ansitz gebracht. In diesem Fall handelte es sich um ein Tarnzelt, in dem wir den Vormittag verbrachten.

Blaumerle fotografieren

(Blaumerle - mehr Info)

Das Zelt war direkt an einer Schlucht vor einer Futter- und Wasserstelle aufgestellt worden und kaum hatten wir es bezogen, flatterte der blaue Vogel schon daher. Kaum zu glauben, wie einfach es sein kann. Ich hatte jahrelang auf die Blaumerle spekuliert und heute war es also endlich so weit! Das fing dann also schon mal gut an :)

Ansitzfotografie Vögel

Im Abstand von etwa einer viertel Stunde kam der Vogel immer wieder dahergeflogen, um sich an der Futterstelle zu bedienen. Ich wurde im Lauf der Zeit größenwahnsinnig und nahm mir vor, den Vogel auch im Flug abzulichten, allerdings wollte mir das einfach nicht gelingen. Ich hatte aus dem Zelt heraus keinen guten Blick auf die Stelle, von der aus der Vogel startete, um die Futterstelle anzufliegen. Auch beim Ablflug klappte es nicht, denn dann kehrte er uns immer den Rücken zu. Blöd :(

Vögel in Spanien fotografieren

Naja, man kann eben nicht alles haben...
Nach etwa 1,5 Stunden blieb der Vogel dann für längere Zeit verschwunden. Wahrscheinlich hatte er den Futtertrog inzwischen leergemampft, denn so oft wie er angeflogen war, hatte er vermutlich einen Haufen Küken zu versorgen. Anstelle der Blaumerle erschien dann aber ein ganzer Trupp Felsenschwalben. Sie fanden Gefallen an der Wasserstelle und schwirrten für die nächsten 2 oder 3 Stunden in einer Tour darum herum.

Ansitzfotografie Spanien

(Felsenschwalbe - mehr Info)

Jetzt hatte ich meine Chance! Die Blaumerle konnte ich im Flug nicht erwischen, aber die Felsenschwalben flatterten lange genug herum, um sie abzulichten. Man muss flexibel sein, heißt es immer. Also dann eben fliegende Felsenschwalben an Stelle einer fliegenden Blaumerle.

Vogelfotografie Spanien

Mit den Schwalben war ich den restlichen Vormittag beschäftigt, bevor wir wieder abgeholt wurden. Mittlerweile war es in unserem Zelt ziemlich warm geworden, denn der Spanische Frühsommer fiel dieses Jahr ziemlich heiß aus. Für die Zeit unserer Reise waren jeden Tag Temperaturen von 28 bis 35 Grad angesagt. Das hieß natürlich einerseits schwitzen, andererseits aber auch perfekte Chancen auf viele Vögel an den Ansitzen. Viele der Ansitze sind nicht nur Futterstellen sondern auch Wasserstellen. Sie werden bei hohen Temperaturen und Trockenheit von den Federtieren als Bade- und Trinkstellen genutzt, was bei Regen oder kühlem Wetter natürlich nicht so gut funktioniert.

Vogelfotografie

Jedenfalls holte uns Juan gegen Mittag ab und kutschierte mit uns in seinem Geländewagen durch die Gegend. Wir bekamen eine Art Rundfahrt durch die nähere Umgebung von Cantalejo und wurden über die Region und seine Besonderheiten informiert. Außerdem holperten wir offroad über Stock und Stein, weil uns Juan noch einige Vögel unterwegs zeigen wollte. Wir sichteten eine ganze Horde Bienenfresser in der Luft, die ich aus unerfindlichen Gründen gar nicht auf dem Zettel hatte und auf dem Boden tummelten sich an jeder Ecke verschiedene Lerchenarten. Juan erkannte die verschiedenen Arten schon auf 30 Meter Entfernung und zwar ohne Fernglas! Keine Ahnung wie er das macht?

Lerchenarten Spanien

(Haubenlerche - mehr Info)

Juan zeigte uns während unserer kleinen Rundfahrt sowohl die Haubenlerche, die Kalanderlerche und die Feldlerche, die wir auch alle wunderbar fotografiren konnten. Drei Lerchenarten meiner Wunschliste waren also am ersten Tag schon im Kasten. Außerdem die Blaumerle und die unerwarteten Felsenschwalben. Genial!

Feldlerche

(Feldlerche - mehr Info)

Nach einer langen Mittagspause stand für den Abend Juans "Pineforest Hide" auf dem Plan. Also ein Fotoversteck in einem Pinienwald. Ich phantasierte davon, in einem schattigen Versteck zu sitzen, denn die Sonne brannte mit 34 Grad auf die Erde. Aber dem war leider nicht so. Es handelte sich zwar um ein Versteck in einem Pinienwald, allerdings in der prallen Sonne. Mein Mann grummelte ein bisschen, als er feststellte, wie warm es darin wurde, aber mitgehangen mitgefangen :)

Vogel Ansitzfotografie

(Girlitz - mehr Info)

Das "Pineforest Hide" war jedenfalls eine Holzhütte mit Spiegelglas, die vor einem Wasserbecken mit danebenliegender Futterstelle angelegt war. Um nicht in der Hitze umzukommen gibt es in der Hütte zum Glück Ventilatoren und man sollte natürlich genügend kaltes Wasser im Gepäck haben. Aber noch bevor ich mir mehr Gedanken über Temperaturen oder sonstige Dinge machten konnte, fing es am Wasserbecken schon an zu flattern. Die Vögel strömten nur so daher und stürzten sich in die Fluten...

Vogel Fotoansitz Spanien

(Blauelster - mehr Info)

Innerhalb von Minuten wimmelte es buchstäblich von Vögeln. Was war hier los? Sowas habe ich auch noch nie erlebt, ich wusste nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Juan hatte mir versprochen, ich könnte heute zwischen 15 und 20 verschiedene Vogelarten sehen, was ich für ziemlich optimistisch hielt. So richtig wollte ich nicht daran glauben. Aber schon nach kurzer Zeit tummelten sich z.B. allerhand Grünfinken, Buchfinken, Girlitze, Kleiber, Misteldrosseln, Haubenmeisen, Kohlmeisen, Rotkehlchen, Kernbeisser, Steinsperlinge und Blauelstern. Nur um einige Beispiele zu nennen...

Blauelster

Die Blauelstern haben es mir besonders angetan, ich finde sie einfach super hübsch und ihre Verbreitungsgebiete sind sehr interessant. Sie kommen nur an zwei weit voneinander entfernten Regionen der Welt vor. Und zwar auf der Iberische Halbinsel und in Ostasien! Dort erstreckt sich der riesige Lebensraum dieser Vögel über China, Korea, Japan, den Norden der Mongolei sowie den Süden von Sibirien. Außerdem handelt es sich um sehr gesellige Vögel, die man quasi immer in Gruppen beobachten kann.

Blauelster fotografieren

Nach einiger Zeit hörte man das Gekrächze von Eichelhähern ganz in der Nähe. Sie kündigen sich meistens lautstark an, bevor man sie zu Gesicht bekommt, und ganau so war es auch heute. Sie hüpften nicht gleich derartig vorwitzig ins Wasser wie zuvor die anderen Kandidaten, aber nach einiger Bedenkzeit trauten sie sich ebenfalls zu den anderen Badegästen an die Wasserstelle.

Vogelbeobachtung Spanien

(Eichelhäher - mehr Info)

Es handelte sich auch bei den Eichelhähern um eine ganze Gruppe, vermutlich eine Familie mit schon fast ausgewachsenen Jungvögeln? Eichelhäher kommen normalerweise nicht in Trupps vor, aber nach der Brutzeit findet man sie kurzzeitig in kleinen Familienverbänden. Den Großteil des Jahres leben sie als Einzelgänger oder als Paar.

Eichelhäher Fotoansitz

Mittlerweile lief uns der Schweiß in die Augen, aber an Aufhören war für mich nicht zu denken. Juan war jederzeit über Whatsapp für uns erreichbar und natürlich konnte man sich jederzeit abholen lassen, falls man keine Lust mehr auf Saunasitzen hätte. Aber wie gesagt, das kam natürlich gar nicht in Frage. Jetzt wurde es ja erst richtig gut, denn nach einiger Zeit erschienen dann die wirklich interessanten Vogelarten vor der Hütte.

Berglaubsänger

(Berglaubsänger - mehr Info)

Der erste spezielle Kandidat war ein schüchternes kleines Vögelchen, das sich schon längere Zeit im umliegenden Geäst herumgetrieben hatte. Ich vermutete schon, es könnte ein Berglaubsänger sein, sicher war ich aber nicht. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit kam der kleine Piepmatz zum Vorschein und bestätigte meine Vermutung.

schwanzmeisen fotoversteck

(Schwanzmeise - mehr Info)

Als nächstes kamen zu den üblichen Verdächtigen noch einige Mönchsgrasmücken, ein Buntspecht, zwei Turteltauben und eine Misteldrossel dazu. Ich hätte vor lauter Gewusel an der Wasserstelle fast die niedlichen Schwanzmeisen übersehen, die sich zuerst ziemlich zurückhaltend am Rand der Szenerie aufhielten. Sie schienen, genau wie der Berglaubsänger zuvor, auch etwas schüchtern zu sein. Sie trauten sich erst ins Wasser, als für kurze Zeit keine anderern Vögel badeten.

Schwanzmeisen fotografieren

Leider drollten sich die Schwanzmeisen schnell wieder und es waren mittlerweile einige Stunden vergangen. Aber es war noch nicht dunkel, also war ich gespannt, was noch passieren würde. Und tatsächlich lohnte sich unser gutes Sitzfleisch, denn es erschienen tatsächlich zum Schluß noch zwei Arten, die ich auf meine "Wunschliste" gesetzt hatte :)

Zaunammer

(Zaunammer Männchen - mehr Info)

Tatsächlich erschien ein Pärchen Zaunammern! Zuerst zeigte sich das Männchen, das sich sogar direkt vor mich an den Rand des Wasserbeckens setzte und für einige Minuten dort sitzen blieb. Ich war völlig aus dem Häuschen und musste mich beherrschen, nicht vor lauter Begeisterung zu platzen. Noch schlimmer wurde es, als kurze Zeit später auch noch das Weibchen daherflatterte und ebenfalls wunderbar für Fotos posierte.

Zaunammer Weibchen

(Zaunammer Weibchen - mehr Info)

Und als ich glaubte, es könnte nicht noch besser, kam kurz vor Sonnenuntergang noch der krönende Abschluß in Form eines Iberischen Grünspechts daher. Ich konnte mein Glück kaum fassen! Juan hatte recht bahalten - vor dieser Hütte gehts zu wie am Bahnhof und es waren tatsächlich an diesem Nachmittag 20 Vogelarten zu sehen.

Iberien Grünspecht

(Iberischer Grünspecht - mehr Info)

Als wir schließlich abgeholt wurden, hatte ich scheinbar ein Dauergrinsen im Gesicht, denn unser Guide meinte gleich, ich hätte wohl allem Anschein nach grossen Erfolg gehabt. Er fragte mich dann gleich, ob ich den Girlitz, die Zaunammer, den Berglabsänger und den Iberischen Grünspecht ablichten konnte, die hier regelmässig zu sehen waren und die schließlich auf meiner Wunschliste standen.

Vogelbeobachtungs Reise

(Mönchsgrasmücke - mehr Info)

Er fasste außerdem zusammen, daß wir am Morgen ja schon die Blaumerle, die Haubenlerche, die Kalanderlerch und die Feldlerche von der Liste streichen bzw. auf der Liste "abhaken" konnten. Ich war ziemlich überrascht, denn er kannte meine Liste scheinbar auswendig. Das war ja mal ein Ding, der Mann war gut vorbereitet!

Vögel Vogelarten Spanien

(Kernbeisser - mehr Info)

Am nächsten Morgen ging es dann mindestens so gut weiter wie am Vortag. Der erste Ansitz des Tages führte uns zum Steinadler. Bei unserem letzten Versuch, den Steinadler vor die Kamera zu bekommen, mussten wir geschlagene sechs Stunden auf den Vogel warten. Außerdem war das Wetter nicht besonderes gut, so daß die Bilder alle irgendwie grau und trostlos wurden. Was das Wetter betraf war es heute deutlich besser. Schon früh morgens hatten wir bestes Wetter und es war zum Glück auch deutlich kühler geworden. Am Morgen hatte es angenehme 13 Grad und der Tag sollte nicht heißer als 28 Grad werden. Perfekt also, musste nurnoch der Vogel mitspielen :)

Fotoansitz Steinadler

(Steinadler - mehr Info)

Heute wurden wir von einem anderen Guide kutschiert, ein ganz besonderer Typ mit Bart und Hut. Ich glaube, er hieß Javier und ganau wie Juan war auch er super nett, konnte Englisch und war perfekt vorbereitet. Ich habe im Laufe der Zeit ja auch schon anderes erlebt, so daß ich an dieser Stelle schon mal eine absolute Empfehlung für die beiden aussprechen kann!
Jedenfalls konnte ich es kaum glauben, aber schon 15 Minuten nachdem unser Guide die Köder ausgelegt und uns im Versteck abgeliefert hatte, erschien der Steinadler am Horizont. Der riesige Vogel kam immer näher und zog dann einen grossen Kreis um unsere Hütte.

Steinadler fotografieren

Kurze Zeit später landete das Exemplar und machte es sich für die nächste Zeit erstmal bequem, ohne sich um sein Frühstück zu kümmern. Der Hunger war anscheinend noch nicht groß, aber das Büffet wurde trotzdem in Augenschein genommen. Sehr zu meiner Freude natürlich, denn ich hatte keine große Lust, nochmal sechs Stunden auf den Vogel zu warten.

Ansitzfotografie Steinadler

Anstatt sich den Bauch vollzuschlagen, beschloss der Adler zunächst einmal in der Gegend herumzufliegen und sich direkt auf unserer Hütte zu platzieren, danach auf verschiedenen Ästen und am Ende wieder auf unserer Hütte. Plötzlich fing der Vogel direkt über uns an, lauthals zu schreien! Ich bin erstmal gehörig erschrocken, aber nach einiger Zeit gewöhnte ich mich an das Geplärre. Er schien ganz offensichtlich nach seinem Partner zu rufen, denn nur kurze Zeit später erschien tatsächlich ein zweiter Adler auf der Bildfläche!

Vogelfotografie Reise Spanien

Kaum war der zweite Vogel angekommen, flog der erste von unserer Hütte runter und beide Vögel ließen sich jetzt das ausgelegte Futter schmecken. Sie blieben ca. eine halbe Stunde, bevor sie sich drollten. Als sie vorerst verschwunden waren, erschienen einige weitere Interessenten an der Futterstelle. Es erschienen Elstern, Dohlen, Raben, ein Schwarzmilan und ein Rotmilan. Direkt vor der Hütte gab es noch eine kleine Futterstelle für Singvögel, die jetzt auch von verschiedenen Besuchern frequentiert wurde. Zuerst wuselten allerhand Grünfinken herum, danach kamen einige Bluthänflinge, eine Amsel und eine Haubenlerche vorbei. Und unverhofft kommt oft! Denn es erschien tatsächlich auch eine Samtkopfgrasmücke! Das war hier wie im Wunschkonzert, ich war mal wieder völlig von der Rolle...

Samtkopfgrasmücke

(Samtkopfgrasmücke - mehr Info)

Die Adler kamen dann im Laufe des Vormittags noch mehrmals vorbei, was mich natürlich riesig freute. Irgendwann musste ich mich natürlich von ihnen trennen, denn es wurde Zeit für die Mittagspause. Für den Abend stand dann das "Moorland Hide" auf dem Programm. Wieder ein Wasserbecken, diesmal aber nicht im Pinienwald, sondern in offenem Gelände. Diesmal sagte mir unser Guide voraus, ich könnte hier mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit den Rotkopfwürger sehen, der mir bis Dato noch nicht begegnet war. So war ich also ziemlich gespannt, als wir das Quartier bezogen.

Vogelarten Vögel Spanien

(Rotkopfwürger - mehr Info)

Und tatsächlich, wie vorhergesagt, erschien der Vogel der Begierde promt auf der Bildfläche. Er saß direkt vor mir und ich konnte mein Glück nicht fassen. Irgendwie fühlte sich die ganze Sache hier unwirklich an. Es war wie in einem Traum, anders kann ich es nicht beschreiben. Als dann auch noch eine ganze Horde Grauammern daherflatterte, verstärkte sich dieser Eindruck nur noch :)

Vögel Spanien Vogelarten

(Grauammer - mehr Info)

Es war heute ziemlich windig, was dazu führte, dass sämtliche Vögel nicht direkt am Wasserbecken landeten, sondern vorher über dem Wasser und in der Umgebung herumflogen. Manche flatterten herum wie Kolibris vor einer Blüte. Vögel im Flug zu fotografieren ist ja nicht immer leicht und kann manchmal frustrierend sein, aber hier war es der reinste Spaß! Es war so einfach, auch deswegen, weil es einfach so viele Vögel waren. Man musste sich keinen Vogel aussuchen, nur die Kamera ins Getümmel halten und auf den Auslöser drücken.

Vogelfotografie Spanien Extremadura

Neben dem Rotkopfwürger und den Unmengen an Grauammern erschienen noch viele andere Arten vor der Hütte. Diesmal zwar nicht 20 verschiedene Vogelarten wie am Vortag, aber heute setzten sich die Vögel besonders schön in Szene. Unter den ersten Besuchern waren z.B. Stieglitze und Bluthänflinge.

Vögel in Spanien fotografieren

(Bluthänfling - mehr Info)

Beide Arten kommen auch in Deutschland vor, aber hier waren sie so viel einfacher vor die Kamera zu bekommen. Besonders niedlich waren auch einige junge Einfarbstare, die in den Bäumen rund um das Wasserbecken Stellung bezogen hatten. Sie hatten noch ihr Jungendgefieder und hielten sich in der Nähe der Eltern auf, die man auch überall in der Umgebung sichten konnte.

Einfarbstar Jungvogel

(Einfarbstar Jungvogel - mehr Info)

Als nächstes tauchte eine Haubenlerche auf, die sich ebanfalls perfekt in Szene setzte. Der Vogel saß seelenruhig am Wasserbecken und guckte eine ganze Weile einfach nur in der Gegend herum. Wie praktisch! Herumwuselnde, nervöse Vögel sind natürlich viel schwerer abzulichten als ein tiefenentspanntes Exemplar wie diese Haubenlerche.

Vogelarten Spanien

(Haubenlerche - mehr Info)

Etwas quirliger ging es bei den Steinsperlingen zu, die an diesem Wasserbecken Haufenweise aufauchten und sich auch den ganzen Nachmittag dort aufhielten. Manche Arten kamen und gingen, aber die Steinsperlinge machten keine Anstalten, sich von der Wasserstelle zu entfernen. Sie schwirrten allgegenwärtig herum, suchten nach Essbarem, zankten sich mit streitsüchtigen Grünfinken, badeten oder saßen einfach in der Sonne.
Steinsperlinge kommen bei uns in Deutschland nicht vor, sie gelten in Mitteleuropa heute als ausgestorbern. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich als breites Band von den atlantischen Inseln über den Mittelmeerraum bis weit nach Ostasien.

Ansitzfotografie Vögel Spanien

(Steinsperling - mehr Info)

So verging der Nachmittag mal wieder wie im Flug und wir wurden wieder zurück zu unserer Unterkunft kutschiert. Juan sagte mir, daß wir den ursprünglichen Plan für den nächsten Tag leider umstellen müssten. Eigentlich war der Wiedehopf am Vormittag an der Reihe und danach war nochmal die Blaumerle geplant. Das Wiedehopf-Pärchen war aber leider in den letzten Tagen nicht mehr am Nest gesehen worden, sie hatten es scheinbar aus unerfindlichen Gründen aufgegeben. Vielleicht waren sie auch einem Fuchs zum Opfer gefallen... Traurig :(
Jedenfalls schlug mir Juan als Alternative einen Bienenfresser-Ansitz oder einen Geier-Ansitz vor. Nun hatte ich die Qual der Wahl und weil ich mich nicht entscheiden konnte, wählte ich den Bienenfresser-Ansitz für den Vormittag und den Geieransitz wollte ich dann noch an einem anderen Tag einschieben.

Bienenfresser

(Bienenfresser - mehr Info)

Also, neuer Tag, neues Glück und auf zu den Bienenfressern. An diesem Morgen hatten wir ein bisschen Pech mit den Temperaturen. Es war wirklich eiskalt! Es hatte kaum 5 Grad als wir abgeholt wurden und das war natürlich etwas ungünstig, weil die Vögel natürlich erst aktiv werden, wenn die Insekten "aufwachen". Das tun sie aber natürlich erst, wenn sie auf Temperatur kommen. Also hieß es erstmal: WARTEN.
Bienenfresser waren also erstmal keine in Sicht, aber direkt vor der Hütte wuselte ein winzig kleiner Vogel herum, der mit seiner lustigen Frisur total niedlich aussah.

Heidelerche

(Heidelerche - mehr Info)

Der kleine Piepmatz entpuppte sich als junge Heidelerche! Ha! Ich konnte also wieder ein Häckchen hinter einen Vogel auf meiner Liste setzen :)
Die Eltern konnte ich dann auch noch sichten, denn sie hüpften direkt vor unserer Hütte auf dem Boden herum, wollten sich aber nicht so gerne fotografieren lassen. Egal, ich hatte meinen Spaß mit dem Nachwuchs, bis sich endlich die Bienenfresser blicken ließen.

Bienenfresser Fotoansitz Spanien

Die bunten Vögel waren ein wirklich perfekter Ersatz für den ausgefallenen Wiedehopf. Sie erschienen regelmäßig und wir konnten sie sowohl ganz ruhig auf ihren Ansitzästen beobachten, als auch im Flug ablichten. Die Hütte befindet sich direkt an einer Steilwand, in der die Vögel brüten. Wir hatten auch einen wunderschönen Blick auf die wirklich fantastische Landschaft. Im Nachhinein ärgere ich mich darüber, daß ich hier keine Landschaftsbilder gemacht habe, aber vor lauter Bienenfressern kam mir das überhaupt nicht in den Sinn.

Bienenfresser

In einem weit entfernten Baum konnte ich sogar zwei Pirole sichten! Leider waren die Vögel viel zu weit entfernt, um sie auf einem Foto zu verewigen, aber man kann eben nicht alles haben :(
Aber was ja nicht ist kann ja noch werden, dachte ich mir und freute mich dann nach dem Vormittag mit den bunten Vögeln auf den Nachmittag mit der Blaumerle. Juan wunderte sich darüber, daß ich den blauen Vogel noch ein zweites Mal fotografieren wollte. Ich erklärte ihm, daß ich unbedingt versuchen möchte, die Blaumerle im Flug zu erwischen, da mir das beim ersten Mal nicht gelingen wollte. Die Perspektive war für Flugaufnahmen nicht so gut gewesen und ich hoffte, daß wir das Tarnzelt vielleicht an einer anderen Stelle aufstellen konnten und daß ich dadurch bessere Chancen hätte.

Blaumerle

(Blaumerle - mehr Info)

Juan fand gleich Gefallen an dieser Idee und meinte, wir könnten das problemlos bewerkstelligen. Das Zelt würde am Nachmittag sowieso an einer anderen Stelle aufgebaut und er könnte den Vogel ein paar Mal für mich anlocken, damit ich mein Glück versuchen konnte. Super :)
Was dann kam, war kaum zu glauben!

Blaumerle im Flug

Wir platzierten uns also in dem Zelt, wobei Juan die Vorderseite komplett offen ließ. So hatte ich den kompletten Überblick auf die Umgebung, so daß ich sehen konnte, von wo genau der Vogel anflog. Ich wunderete mich darüber, daß der Vogel scheinbar nicht besonders scheu zu sein schien, denn wir waren ja komplett sichtbar. Und daß der Vogel wirklich überhaupt nicht scheu war zeigte sich spätestens, als Juan mit einer Dose voller Futter auf die Futterstelle zuspazierte, mit der Dose rappelte und den Vogel allenernstes rief. Er pfiff ein paar Mal und forderte ihn auf, herzukommen! Ich dachte, der spinnt. Aber ich irrte mich, denn der Vogel tauchte promt auf und setzte sich keine 5 Meter vor uns auf einen Stein und beobachtete Juan dabei, wie er einige Futterinsekten auslegte.

Blaumerle

Ich dachte wieder mal, ich träume vielleicht, aber scheinbar passierte das gerade wirklich! Juan machte nur einige Schritte zurück, lehnte sich gegen einen Felsen und der Vogel startet sofort, um sich einen Happen zu schnappen. Mir wären fast die Augen rausgefallen und dabei musste ich mich jetzt darauf konzentrieren, die geplanten Flugaufnahmen zu machen.

Blaumerle Männchen

Die ganze Prozedur wiederholte Juan mehrmals, bis ich den perfekten Schnappschuss im Kasten hatte. Was für ein Service! Danach war noch genug Zeit, um von Juan nochmal mittels Geländewagen ein bisschen in der Gegend herumgefahren zu werden. Ich wunderte mich, wo es diesemal hingehen sollte, aber Juan wollte es mir nicht verraten. Er sprach nur sehr kryptisch von einer Überraschung... ? ...

(Brillengrasmücke - mehr Info)

Wir fuhren kreuz und Quer durch die spanische Pampa, bis Juan unvermittelt irgendwo im Nirgendwo anhielt. Wir sollten jetzt die Kameras zücken und auf einen Busch zielen, der sich etwa 10 Meter entfernt befand. Juan stieg aus dem Auto aus, ging zu dem Busch, nestelte daran herum und kam wieder zurück. Keine Ahnung, was der dort gemacht hat. Jedenfalls stierten wir jetzt auf den Busch und ich wäre fast in hysterisches Gegagger ausgebrochen, als promt ein kleiner Vogel daherflatterte und sich genau in besagtem Busch platzierte. Das war alles irgendwie surreal...

Brillengrasmücke

Juan grinste. Ich auch, denn es handelte sich tatsächlich um eine Brillengrasmücke, die da im Busch saß und sich wunderbar fotografieren ließ. Das war ja mal eine gelungene Überraschung, ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Noch beeindruckender als der Vogel war unser Vogelflüsterer. Er hatte sich wirklich Gedanken darüber gemacht, wie er mir möglichst viele meiner "Wunschvögel" präsentieren konnte. Er hatte sich extra für mich auf die Suche einer Brillengrasmücke im Feld am Ende der Welt gemacht, nur weil sie auf meiner Liste stand. Der Mann nimmt seinen Job wirklich ernst! Hut ab!!

Vögel fotografieren Spanien

(Schmutzgeier - mehr Info)

Am nächsten Morgen ging es dann zu einem etwas anderen Ansitz. Diesmal standen die spontan eingeschobenen Geier auf dem Programm. Gänsegeier und Mönchsgeier hatte ich schon einmal gesehen, aber gab es auch die Möglichkeit einige Schmutzgeier zu sehen. Die "weißen" Geier sind nicht viel größer als Kolkraben und die kleinste Geierart in Europa. Sie haben nur eine Körpergröße von 60 bis 70 cm und eine Flügelspannweite von 155 bis 170 cm.

Vögel Vogelarten Extremadura

Der Schmutzgeier verdankt seinen deutschen Namen seiner Ernährungsweise und seinem Erscheinungsbild. Er frisst nicht nur Aas, sondern ist ein extrem flexibler Allesfresser. Auf seinem Speiseplan stehen Abfälle, verfaulende Reste und sogar Kot. Was sein eigentlich weißes Grundgefieder betrifft, so ist es durch den ständigen Kontakt mit Kadavern und Schmutz meistens schmutzig-weiß bis gelblich verfärbt.

Vogelfotografie Spanien

Die Geier-Beobachtungshütte befand sich an einem grossen Feld, auf dem großzügig allerlei ekeliges Zeug verteilt wurde. Die Vögel sind ja, wie gesagt, nicht gerade die reinsten Feinschmecker. Also bestand das Büffet heute aus Schlachtabfällen und sonstigen Leckereien. Offensichtlich war es genau nach dem Geschmack der Vögel, denn die ersten Besucher kamen schon angeflogen, obwohl unser "Taxi" noch gar nicht weggefahren war.

Mönchsgeier

(Mönchsgeier - mehr Info)

Es erschienen Gänsegeier, Mönchsgeier, Schmutzgeier, Störche, Rotmilane, Schwarzmilane und Kolkraben auf der Bildfläche. Manche der Vögel platzierten sich direkt vor unserer Hütte. Die Vögel haben eine beachtliche Größe, so daß ich sie zuerst nur mit dem Handy aufnahmen konnte. Sie waren einfach "zu" nah. Ein Weitwinkelobjektiv hatte ich leider nicht dabei:(

Vogelfotografie Spanien

Erst nach einiger Zeit entfernten sich die riesigen Vögel von der Hütte und verteilten sich auf dem Feld. Nun fingen sie an, sich den ausgelegten Fleischstücken zu widmen, so daß mein herkömmliches 300mm Objektiv wieder zum Einsatz kommen konnte.

Vögel fotografiern Spanien

Der Gänsegeier hat eine Körpergröße von 95 bis 110 cm und eine Flügelspannweite von 240 bis 280 cm. Der etwas größere Mönchsgeier erreicht eine Körpergröße von 98 bis 120 cm und eine Flügelspannweite von 250 bis 310 cm. Beide gehören mit diesen Körperausmaßen zu den größten Greifvögeln in Europa.

Gänsegeier

(Gänsegeier - mehr Info)

Alle drei Geierarten erschienen nach kurzer Zeit auf dem Feld. Zuerst waren es etwa 6 oder 7 Gänsegeier, 5 Möchsgeier und 4 Schmutzgeier. Mit denen war ich schon absolut glücklich, aber als ich einen Blick auf die Bäume am Feldrand warf, hätte mich fast der Schlag getroffen. Es saßen mindestens 30 weitere Geier dort und stierten von oben herunter. Ich fragte mich worauf sie warteten. Ich fragte Juan per Whatsapp und er meinte nur: "das wirst du gleich sehen ;)"...Aha?

Vogel Fotografie Reise Spanien

(Schwarzmilane - mehr Info)

In der Zwischenzeit freute ich mich darüber, daß ein ganzer Trupp Schwarzmilane aufgetaucht war. Die Vögel sind einfach wunderschön und so mussten sie natürlich auch ausgiebig abgelichtet werden. In Spanien kommen diese schönen Vögel häufig vor und ich freute mich sehr darüber, daß sie hier gleich als Ganze Horde auftauchten und auch ganz entspannt herumsaßen.

Ansitzfotografie Reise

Spanien gehört neben Frankreich zu den wichtigsten Hauptverbreitungs- und Brutgebieten dieser Vögel in Europa. Bei uns in Bayern habe ich noch nie einen Schwarzmilan gesehen, denn bei uns ist der Schwarzmilan ein seltener Brutvogel mit einem geschätzten Bestand von nur 500 bis 650 Brutpaaren.

Vogelfotografie Reise

Ich war also gerade mit den hübschen Schwarzmilanen beschäftig, als hinter ihnen plötzlich ein Tumult auszubrechen schien. Ich linste an den Milanen vorbei und staunte nicht schlecht! Von jetzt auf gleich war das Feld voll von Gänsegeiern und Mönchsgeiern, die sich plötzlich alle auf die großen Fleischbrocken stürzten, die sie vorher von ihren Bäumen aus seit Stunden angestarrt hatten. Ich kann euch nicht sagen, wie viele Vögel es waren, aber zurückhaltend geschätzt mindestens 30 Gänsegeier und 20 Möchsgeier. Da war was los!

Vogel Ansitzfotografie Spanien

Sowas hatte ich bis Dato noch nicht gesehen, was für ein Spektakel :)
Nach dem wirklich unterhaltsamen Vormittag war der Plan für den Nachmittag noch nicht ganz ausgearbeitet. Juan hatte meine Liste wieder mal studiert und schlug mir vor am Nachmittag den noch fehlenden Maurensteinschmätzer in Angriff zu nehmen. Da es sich dabei nur um eine sehr kurze Aktion handeln würde und der restliche Nachmittag dann freistehen würde, bot uns Juan spontan an, seinen Steinkauz-Ansitz zu nutzen.

Steinkauz Fotoansitz spanien

(Steinkauz 05/2025 Kastilien la Mancha - mehr Info)

Aber der Reihe nach...Davor stand zuerst der Maurensteinschmätzer auf dem Programm. Wir wurden wieder mal mittels Geländewagen durchs spanische Hinterland kutschiert und Juan sagte mir, wir würden jetzt einen ganz besonders guten Freund von ihm besuchen. Er sagte mir, er heißt "Rubio". Aha! Zuerst dachte ich, wir würden vielleicht noch einen Freund von Juan abholen, bevor wir zum Maurensteinschmätzer fahren, aber "Rubio" ist der spanische Name für diesen Vogel. Er heißt im spanischen "Collalba rubia", was soviel heißt wie "blonder Steinschmätzer". Na da war ich jetzt aber gespannt!

Vogel Reise

(Maurensteinschmätzer Männchen- mehr Info)

Wir parkten mitten im Gelände vor einem kleinen Tischchen, das mit einigen Steinen und Pflanzen garniert war. Das Auto stand etwa vier Meter davon entfernt. Ich ging davon aus, daß Juan uns wieder in einem Tarnzelt unterbringen würde, aber er meinte, wir fotografieren hier einfach aus dem Auto heraus. Der Vogel und seine Frau wären ganz zutraulich und wir bräuchten kein Zelt. Die Vögel würden uns schon erwarten. Aha, na wenn das so ist?

Steinschmätzer

Juan stieg seelenruhig aus und fing an, mit jemandem zu telefonieren. Gleichzeitig wurstelte er an dem Tisch herum und verteilte darauf etwas Futter für "Rubio" und seine Frau. Ich dachte mir, ich hätte noch Zeit an meiner Kamera etwas einzustellen, denn das Ehepaar ließ sich ja sicher nicht blicken, solange Juan gestikulierend und telefonierend herumstand. Ha! Weit gefehlt!

Steinschmätzer Weibchen

(Maurensteinschmätzer Weibchen)

Im Augenwinkel konnte ich die Vögelchen schon sehen. Sie saßen nur ein kleines Stückchen vom Tisch entfernt und beobachteten die Szenerie äusserst neugierig. Kaum drehte Juan ihnen den Rücken zu, stürzten sie sich auf ihre Mahlzeit. Es war ihnen völlig egal, daß unser Guide immernoch vor dem Auto herumstand und telefonierte. Ich traute meinen Augen kaum, das passierte doch gerade nicht wirklich?

Maurensteinschmätzer Foto

Ja tatsächlich, ich befand mich nicht in einem schrägen Traum über zutrauliche Maurensteinschmätzer. Wäre zwar nicht ungewöhnlich, aber heute hatte ich das Glück, die Vögel tatsächlich in so kurzer Distanz zu sehen. Fantastisch :))
Wir blieben etwa eine halbe Stunde bei ihnen, bevor wir zum Steinkauz-Ansitz weitertransportiert wurden.

Maurensteinschmätzer

Der Steinkauz selbst ließ sich an diesem Abend allerdings nicht blicken. Wir warteten einige Stunden, aber der Vogel hatte heute einfach keine Lust, sich ablichten zu lassen. Ich war natürlich etwas enttäuscht, aber ich wusste noch nicht, daß sich am Ende des Tages ein viel interessanter Vogel hier zeigen würde... Ein Pirol? Nein, soviel Glück hatte ich nicht, aber immerhin: ein dickes Rothuhn!

Vogel Ansitzfotografie Reise

(Rothuhn - mehr Info)

Zuerst schlich das Federtier auf dem Boden herum, so daß ich es nicht gut sehen konnte. Ich wusste auch zuerst nicht, was genau es war, weil es sich standig im Gras versteckte. Der Vogel verschwand und tauchte wieder auf, lief hinter der Hütte herum und kam wieder zum Vorschein. Es war eine etwas frustrierende Prozedur mit dem Tier, denn ich wollte es natürlich fotografieren. Das war aber nicht so einfach :(

Rothuhn

Ich hoffte also inständig, daß der Vogel beschließen würde, auf den Steinhaufen vor uns zu klettern, der eigentlich für den Steinkauz vorgesehen war. Ich dachte mir, das würde bestimmt ein schönes Bild abgeben. Der Vogel konnte scheinbar Gedanken lesen, denn genau das tat er. Zuerst schlich er nochmal um den Steinhaufen herum, aber dann kletterte das Hühnchen nach oben und blieb dort für die nächste Viertelstunde sitzen... Geht doch!

Rothuhn fotografieren

Inzwischen war es schon fast 22:00 Uhr und ich musste dringend ins Bett. Man tut zwar den ganzen Tag lang nichts anderes als in irgendwelchen Hütten zu sitzen, aber irgendwie sind die Ansitztage trotzdem ziemlich anstrengend. Naja, der nächste Tag begann wieder sehr früh, aber es war auch schon der letzte Tag hier in Cantalejo, bevor es an die Weiterreise ging.

Vogelbeobachtungsreise Spanien

(Misteldrossel - mehr Info)

Wir wurden diesmal zu Juans "Juniperus Forest Hide" kutschiert. Also in einen Wacholderwald. Mir wurde vorhergesagt, daß wir heute 25 Arten sehen könnten und außerdem könnte ich möglicherweise meine Liste komplettieren. Juan sagte voraus, daß sowohl die noch fehlende Nachtigall, das Sommergoldhähnchen, die Orpheusgrasmücke, der Orpheusspötter und die Weißbartgrasmücke hier erscheinen könnten.

Nachtigall

(Nachtigall - mehr Info)

Der Mann kannte meine Liste inzwischen besser als ich, denn ich hatte nicht mehr nachgesehen, welche Arten noch fehlen. Wir konnten innerhalb der letzen Tage so unglaublich viele Arten sehen, daß ich schon leicht den Überblick verloren hatte. Und was soll ich sagen? Der Mann hatte Recht!

Nachtigall

Innerhalb kürzester Zeit erschien neben einem Haufen Amseln, Buchfinken, Grünfinken, Grilitzen, verschiedenen Sperlingen, Mönchsgrasmücken, Stieglitzen und vielen weiteren Arten eine Nachtigall am Wasserbecken! Eine Nachtigall! Wie lange hatte ich darauf gewartet, den Vogel in Fotodistanz zu bekommen?! Jahre! Ich freute mich so, daß ich fast den nächsten äusserst interessanten Kandidaten übersehen hätte.

Orpheusspötter

(Orpheusspötter - mehr Info)

Ein Orpheusspötter platzierte sich oberhalb des Beckens und guckte ganz entspannt in der Gegend herum. Wie cool war das denn? Unten plantschte noch die Nachtigall, oben saß der Spötter, was war hier los? Ich wechselte zwischen den beiden hin und her, um nichts zu verpassen. Irgendwann beschloss der Orpheusspötter dann auch ins Wasser zu hüpfen.

Orpheusspötter

Plötzlich flüchtete er eilig aus dem Becken, denn ein dicker Rotkopfwürger plumpste in die Fluten. Der Vogel hatte scheinbar Autorität, denn die anderen Badegäste drollten sich derweil an den Beckenrand. Meine Güte, hier ging es ja zu wie im öffentlichen Freibad während der Sommerferien.
Der Rotkopfwürger badete erstmal ausgiebig, bevor er wieder verschwand.

Rotkopfwürger

(Rotkopfwürger - mehr Info)

Danach trieb eine Familie Grünfinken ihr Unwesen, was sehr unterhaltsam war. Es waren mehrere ausgesachsene Grünfinken unterwegs, die eigentlich zum Wasserbecken wollten, aber von ihrem Nachwuchs in Schach gehalten wurden. Die Jungvögel drängelten und bettelten was das Zeug hielt... Einfach zu niedlich :)
Die Erwachsenen waren sichtlich genervt von ihrer Brut, aber sie konnten nicht aus.

Grünfink

(Grünfink mit Jungvogel - mehr Info)

Grünfinken gibt es natürlich auch bei uns in Deutschland, aber so viele wie hier in Spanien habe ich noch nie gesehen. Sie sind überall, man hörte sie allgegenwärtig singen und sie zeigten sich überhaupt nicht scheu. Hier an diesem Ansitz waren es besonders viele. Es sind ja recht streitsüchtige Zeitgenossen, die auch gerne an Futterstellen den Chef markieren. Neben dem Wasserbecken war hier auch eine Futterstelle eingerichtet, so daß man allerhand Streitereien beobachten konnte.

Grünfink Jungvogel

(Junger Grünfink)

Das nächste Highlight wartete schon auf mich, denn als ich mich von dem Grünfinkspektakel lösen konnte, wuselte eine Orpheusgrasmücke durch die Gegend. Der Vogel war schwer zu fassen, denn er war immer in Bewegung und irgendwie schien er mir ziemlich nervös. Es gibt halt bei den Vögeln auch die unterschiedlichsten Charaktere...

Orpheusgrasmücke

(Orpheusgrasmücke - mehr Info)

Aber egal ob nervös oder nicht, ich kam aus dem Staunen jedenfalls nicht mehr raus. Eine Orpheusgrasmücke hatte ich noch nie gesehen. Bei uns in Deutschland kommt sie nur als seltener Irrgast vor. Bei uns zu Hause in Bayern, um genau zu sein in Eching, wurde im Jahr 2025 mal eine Orpheusgrasmücke dokumentiert, die wohl aus Versehen als Überwinterungsgast bei uns gelandet war. Man geht aber davon aus, daß sie eigentlich nach Afrika wollte. Damals versuchte ich, den Vogel am angegebenen Standort ausfindig zu machen, aber ich hatte kein Glück. Heute sah das anders aus!

Orpheusgrasmücke

Man findet diese Vogelart normalerweise im westlichen und zentralen Mittelmerraum, also z.B. in Portugal, Italien, Südfrankreich, Nordafrika und Spanien. Überwintert wird normalerweise, wie gesagt, in Afrika. Die Vögel gehören mit ca. 16 cm Körpergösse zu den größten Grasmückenarten.

Orpheusgrasmücke

Als wäre das nicht schon genug gewesen, tauchte dann auch promt noch eine weitere Grasmücke auf, die noch auf der Liste stand. Genau genommen tauchten zwei davon auf: ein Männchen und ein Weibchen! Wie genial war das denn! Genau wie die Orpheusgrasmücke kommt auch die Weißbartgrasmücke in Deutschland nur als sehr seltener Gast vor.

Weißbartgrasmücke

(Weißbartgrasmücke Männchen - mehr Info)

Die Vögelchen sind viel Kleiner als die Orpheusgrasmücke. Sie werden nur ca. 12 cm groß und waren nicht weniger wuselig unterwegs gewesen. Ich hatte wirklich Mühe, die winzigen Tierchen zu erwischen. Das Männchen war mir zuerst aufgefallen, denn das Männchen ist viel auffälliger gefärbt als das Weibchen. Man kann die Geschlechter anhand der Färbung also gut unterscheiden.

Weißbartgrasmücke Weibchen

(Weißbartgrasmücke Weibchen - mehr Info)

Männchen sind auf der Brust und an den Flanken rötlich-braun. Der Rücken und der Kopf sind bei den Männchen bleigrau. Auffällig ist der leuchtend rote Augenring und die intensiv zimtfarben bis ziegelrote Kehle und Brust. Dadurch kommt der weiße Bartstreif besonders zur Geltung. Die Weibchen haben eine eher gräulich-braune Färbung mit blasserem Bart. Der Augenring ist bei den Weibchen weißlich, die Kehle und die Flanken haben einen rosafarbenen Anflug, die Körperunterseite ist weiß.

Weißbartgrasmücke

Die zwei Vögelchen tauchten im laufe des Vormittags immer wieder auf, so daß es kein Problem war, sie trotz ihrer zappeligen Natur abzulichten. Der nächste Kandidat dagegen hätte mich fast in den Wahnsinn getrieben! Er wollte einfach nicht stillhalten. Der Vogel war noch dazu so winzig, daß ich Probleme hatte, ihn zwischen den Ästen in den Bäumen zu finden. Er linste zwar immer wieder zum Wasser runter, kam aber nicht zum Baden. Die Szenerie schien ihm wohl zu unsicher, schließlich war das Wasserbecken ununterbrochen von allerlei anderen, größeren Vögeln belagert.

Sommergoldhähnchen

(Sommergoldhähnchen - mehr Info)

Die Rede ist von einem Sommergoldhähnchen. Ein winzig kleines Vögelchen, das nur etwa 9 cm groß wird. Genau wie das Wintergoldhähnchen gehört es zu den kleinsten Vögeln Europas. Es sieht dem Wintergoldhähnchen auf den ersten Blick ähnlich, aber es hat einen weißen Überaugenstreif, der dem Wintergoldhähnchen fehlt und leuchtend gelbgrünen Halsseiten. Die Geschlechter sehen fast gleich aus, nur der Scheitelstreifen des Männchens ist eher orange, der des Weibchens ist eher gelb.

Sommergoldhähnchen

Gerade als ich endlich einige Bilder von dem quirligen Tierchen im Kasten hatte, bekam ich eine Nachricht von Juan: "Mission completed?"
Ich linste auf die Uhr, denn mir war gar nicht aufgefallen, daß es schon Zeit war zu gehen. Aber tatsächlich: die Mission war completed - und zwar sowas von!
Während wir schon zusammenpackten, tauchte noch ein für mich undefinierbarer Jungvogel auf. Juan und Javier meinten später, es könnte sich um ein junges Schwarzkehlchen handeln, aber 100%ig sicher waren sie auch nicht. Naja, wie auch immer. Ein niedliches Geschöpf :)

Vogelbeobachtung Reise Spanien

(junger Piepmatz)

Eigentlich hatte ich in diesen fünf Tagen so viele Vögel fotografiert, daß wir eigentlich nach Hause hätten fliegen können. Aber das war ja nur der erste Teil unserer 12 Tägigen Reise. Es gab auch einen Vogel, der mir immernoch unaufhöhrlich durch die Gehirnwindungen flatterte und keine Ruhe gab.. genau: der Pirol. Ich überlegte, wie ich noch an ein Foto dieses widerspenstigen Zeitgenossen kommen könnte. Ich hatte in der Vergangenheit schon öfter Pirole in Spanien beobachten können und auch mal ein Foto gemacht. Aber wirklich brauchbar ist es nicht und es gibt Vögel, von denen hätte ich am liebsten 100 Fotos. Naja, der Pirol ist einer von ihnen. Jedenfalls durchforstete ich das Netz nach Möglichkeiten und fand einen Anbiter, der Vogelbeobachtungstouren ab Madrid anbietet. Dem schickte ich einfach mal eine Anfrage, ob er vielleicht Zeit für eine Tagestour hätte und ob er wüsste, wo man einen Pirol ablichten könnte. Bevor wir allerdings wieder zurück nach Madrid reisten, ging es jetzt aber erstmal weiter ins ca. 300 Kilometer entfernte Argovejo. Ein wirklich wunderschönes, uraltes Bergdörfchen im Norden Spaniens.

Vogelbeobachtung Spanien

(Heckenbraunelle - mehr Info)

Nachdem wir uns herzlich von Juan und Javier verabschiedet hatten, tuckerten wir mit unserem Miniatur-Mietwagen in Richtung Norden. Der Plan war, zwei weitere Ansitztage dort zu verbringen. Ich hatte bei Wildwatching Spain drei Sessions gebucht: Blaukehlchen/Steinrötel, Wasseramsel und Neuntöter. Kurz bevor wir ansreisten, wurde mir mitgeteilt, daß der Wasseramselansitz nicht klappen würde. Als Alternative wurde mir der Wiedehopf vorgeschlagen, was ich super fand. Schließlich war dieser ja in Cantalejo ausgefallen.

Vogelbeobachtungsreise Spanien

Nach unserer Ankunft im Ferienappartment erkundeten wir erstmal die Umgebung und am nächsten Morgen ging es weiter in Sachen Blaukehlchen und Steinrötel. Wir fuhren zum Treffpunkt und wurden dann von unserem netten Guide mittels Geländewagen etwa eine Stunde lang durch abgelegenes Gebirge gefahren. Ein bisschen abenteuerlich war die Aktion auf jeden Fall! An einem Berghang wurde schließlich ein Tarnzelt aufgestellt und so harrten wir der Dinge die da kommen. Und was soll ich sagen? Die ersten Vögelchen hüpften schon herum, als wir noch gar nicht fertig eingerichtet waren!

singendes Blaukehlchen

(Blaukehlchen - mehr Info)

Es erschien ein Schwarzkehlchen, mehrere Heckenbraunellen und ein Blaukehlchen. Das Blaukehlchen war der Star der Gesellschaft! Der Vogel erschien über mehrere Stunden immer wieder und auch nach einem Standortwechsel konnten wir ihn fantastisch beobachten. Große Empfehlung hierfür! ABER: es erschien zu meiner großen Enttäuschung leider kein Steinrötel. Unser Guide meinte, der Vogel würde nur eher selten erscheinen... Naja, das hatte sich bei der Buchung des Trips ein bisschen anders angehört, denn ich hatte explizit nach dieser Art gefragt. Aber ok, natürlich sind wir in der Natur und nicht im Zoo. Es kann immer sein, daß ein Vogel nicht erscheint, ganz kar.

Blaukehlchen

Als wir Mittags unser Zelt im Gebirge abbauten, fragte ich nach der Uhrzeit des Treffpunkts für den Nachmittag. Der Neuntöter stand für den Abend auf dem Programm und ich war schon sehr gespannt! Tja, aber: SATZ MIT X - WAR WOHL NIX!
Um euch unnötige Details zu ersparen und um mich nicht noch mal unnötig aufzuregen, hier nur die Kurzfassung: wir saßen 3 Stunden vor einem Busch auf einer Wiese mit ca. 1 Meter hohem Gras. Seit Wochen hatte sicher niemand die Wiese betreten, um den Vogel an den Ansitz zu locken, was man im hohen Gras schließlich gesehen hätte. Erwartungsgemäß erschien er auch nicht. Danach wurde dann auch noch der Wiedehopf-Ansitz abgesagt, weil auch der nicht funktionierte. Großartig. Ich war nicht gerade erfreut, denn wir waren 300 Kilometer hier her gefahren. Für das Blaukehlchen, den Steinrötel, die Wasseramsel bzw. ersatzweise Wiedehopf und den Neuntöter. Ich stand auch vor der Anreise mit dem Anbieter in Kontakt, aber man hatte mir lediglich mitgeteilt, daß die Wasseramsel ausfallen würde, für die der Wiedehopf einspringen könnte.

Singendes Blaukehlchen

Gerade weil wir in den 5 Ansitz-Tagen in Cantalejo (und auch in vielen Jahren vorher anderswo auf der Welt) gesehen hattten, WIE PERFEKT Ansitze funktionieren können, wenn man sich als Anbieter darum kümmert, war die Enttäuschung schon groß. Gar nicht so sehr über die (nicht vorhandenen) Vögel, sondern darüber, daß ich vor der Anreise nicht über die Situation informiert wurde. Naja, der Anbieter entschuldigte sich im Nachhinein zwar noch deswegen, aber es war trotzdem ärgerlich. Nun hatten wir also einen ganzen Tag nichts zu tun. Ich tröstete mich damit, daß wir spontan einen Ausflug ans Meer machten, weil die Küste ja nicht sehr weit entfernt lag. Außerdem erschien ein Lichtblick am Horizont, denn José María de la Peña Rubio von Bluenature Tours hatte geantwortet und die Vogelbeobachtungstour ab Madrid bestätigt, die wir am letzten Tag vor unserer Abreise unternehmen würden.
Also auf zu unserer letzten Station nach San Sebastian de los Reyes. Von hier aus ist der Flughafen nur 20 Minuten Autofahrt entfernt, so daß sich die Siedlung in der Nähe von Madrid hervorragend für einen Aufenthalt in den letzen Tagen vor der Abreise eignete. Wir wurden von unserem Guide dann früh am Morgen eingesammelt und starteten das Projekt "Pirol" :)

Pirol

(Pirol - mehr Info)

Den Bericht zur Tour findet ihr hier: Vogelbeobachungstour Spanien

Folgende Vogelarten konnten wir im Juni 2026 in Kastilien & & León beobachten:

Blaumerle, Maurensteinschmätzer, Nachtigall, Sommergoldhähnchen, Rothuhn, Zaunammer, Grauammer, Samkopfgrasmücke, Brillengrasmücke, Weißbartgrasmücke, Orpheusgrasmücke, Mönchsgrasmücke, Misteldrossel, Einfarbstar, Amsel, Schwarzkehlchen, Blaukehlchen, Heckenbraunelle, Grünfink, Buchfink, Stieglitz, Bluthänfling, Steinsperling, Feldsperling, Haussperling, Bienenfresser, Haubenlerche, Feldlerche, Kalanderlerche, Heidelerche, Kleiber, Haubenmeise, Kohlmeise, Tannenmeise, Blaumeise, Schwanzmeise, Buchfink, Rotkehlchen, Bachstelze, Gebirgsstelze, Felsenschwalbe, Mehlschwalbe, Rötelschwalbe, Rauchschwalbe, Mauerlegler, Baumpieper, Berglaubsänger, Orpheusspötter, Blauelster, Elster, Eichelhäher, Priol - weit weg :( , Iberischer Grünspecht, Buntspecht, Kernbeisser, Ringeltaube, Straßentaube, Türkentaube, Turteltaube, Rotkopfwürger, Iberien-Raubwürger Dohle, Kolkrabe, Schwarzmilan, Rotmilan, Wiesenweihe, Rohrweihe, Turmfalke, Mäusebussard, Schmutzgeier, Gänsegeier, Mönchsgeier, Steinadler, Weißstorch, Graureiher, Seidenreiher