Grauammer
Die Grauammer ist ein unauffälliger kleiner Vogel, den man bei uns in Deutschland leider immer seltener zu Gesicht bekommt.
Intensive Landwirtschaft und der Rückgang ihres Lebensraums verdrängen die Grauammer immer mehr.
Die Grauammer
brütet in Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika und Asien bis nach Kasachstan.
Von exponierten Singwarten aus trällert das Männchen lautstark sein Lied, so daß man oft erst durch den Gesang auf die Vögel aufmerksam wird. Grauammern mögen es gerne warm und bevorzugen Landschaften mit niedriger Vegetation sowie offene Ackerlandschaften. In Deutschland ist sie vor allem im Osten und im Rheinland noch zu finden.
Grauammern erreichen eine Körpergröße von 16 bis 19 cm und ein Gewicht von 32 bis 67 g.
Die Gefiederfärbung ist unauffällig grau-braun gestrichelt. Der Bauch ist hell mit brauner Strichelung. Männchen und Weibchen sind anhand der Gefiederfärbung nicht zu unterscheiden, allerdings sind Männchen etwa 20 % größer ist als Weibchen.
Es handelt sich um gesellige Vögel, die gerne in Gruppen unterwegs sind.
Im Winter sammeln sie sich in Schwärmen an Futterstellen, zum Beispiel auf Feldern. Ihre Nahrung besteht zum größten Teil aus Getreidekörnern, Samen und anderen Pflanzenteilen.
Aber auch Spinnen, Insekten und kleine Wirbellose gehören zum Speiseplan. Die Jungvögel werden ausschließlich mit Insekten, Spinnen, kleinen Schnecken und anderen Wirbellosen gefüttert.
Grauammern sind Bodenbrüter, die ihr Nest in einer flachen Mulde am Boden anlegen.
Das Nest besteht aus Gras und wird mit Haaren oder anderen weichen Materialien ausgekleidet.
Ein Gelege besteht aus drei bis sieben Eiern, die elf bis dreizehn Tage lang bebrütet werden.
Männchen verteidigen während der Brutzeit ihr Revier und können mit bis zu drei Weibchen verpaart sein.
Allerdings sind die Männchen weder am Nestbau noch an der Bebrütung der Eier beteiligt.
Auch an der Fütterung der Nestlinge ist hauptsächlich das Weibchen beteiligt. Die Männchen füttern die Küken erst, wenn sie schon halb ausgewachsen sind.
Nach neun bis elf Tagen verlassen die jungen Grauammern das Nest und werden auch dann noch weitere zwanzig bis dreiunddreißig Tage lang von den Elternvögeln gefüttert.
Grauammern sind je nach Verbreitungsgebiet Teilzieher, Kurzstrecken- oder Mittelstreckenzieher.
Die Grauammer steht auf der Vorwarnliste bedrohter Brutvogelarten. Intensive Landwirtschaft, fehlende Brachen und Feldraine sowie massiver Einsatz von Herbiziden bedrohen den Bestand dieser Art. Eine Folge der gängigen landwirtschafltichen Praktiken sind der starke Rückgang der Insekten, die für die Aufzucht der Jungvögel nötig ist.
Galerie - Grauammer
-Steckbrief Grauammer
| Name: |
Grauammer |
| Wissenschaftl. Name: |
Emberiza calandra |
| Ordnung: |
Sperlingsvögel (Passeriformes) |
| Familie: |
Ammern (Emberizidae) |
| Gattung: |
Ammern (Emberiza)
|
| Art: |
Grauammer |
| Größe: |
16 - 19 cm |
| Gewicht: |
32 bis 67 g |
| Lebensraum: |
offene Landschaften mit einzelnen Bäumen oder Büschen, Ackerränder, Brachen
|
| Nahrung: |
Samen, Pflanzenteile, Insekten, Spinnen, kleine Wirbellose |
| Zugverhalten: |
je nach Verbreitungsgebiet Teilzieher, Kurzstrecken- oder Mittelstreckenzieher |
| Brutverhalten: |
3 bis 7 Eier |