Auerhuhn
(Hahn)
Auerhähne bzw. Auerhühner sind große Hühnervögel, die mit ihren Körperausmaßen zu den größten Vertretern ihrer Art in Europa zählen. Man sieht die scheuen Vögel allerdings nur sehr selten in freier Natur. Sie sind sehr störungsempfindlich und sie sind
in Deutschland vom Aussterben bedroht.
Man findet sie hier noch im Berchtesgadener Land, im Schwarzwald, im Bayerischen Wald und im Fichtelgebirge. Am Großen Arber gibt es ein Schutzgebiet für Auerhühner. Hauptgrund für das Zurückgehen der Auerhuhnvorkommen, insbesondere in Mitteleuropa, ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen. Da das Auerhuhn hohe Ansprüche an sein Habitat stellt, sind Schutzmaßnahmen schwer zu realisieren.
(Henne)
Auerhähne unterscheiden sich deutlich von ihren Hennen. Der Hahn ist größer und auffälliger gefärbt. Die Brust ist metallisch grün glänzend. Außerdem trägt er einen auffälligen roten Streifen über den Augen.
Sein Gewicht liegt bei ca. 4 bis 5 kg und er wird um die 90 cm groß. Die Flügelspannweite der Hähne liegt bei ca. 90 cm.
Das Weibchen dagegen wiegt nur etwa 2,5 kg und wird nur um die 60 cm groß. Außerdem ist das Gefieder an der Oberseite braun gefärbt und hat schwarz-silberne Querbänder. Die Unterseit ist heller. Auch das Auerhuhn hat einen roten Augenstrich, der aber deutlich unauffälliger ausfällt als beim Hahn.
Beim Fliegen sind die Vögel vor allem beim Start sehr schwerfällig. Im Flug werden immer wieder Gleitflug-Phasen eingelegt, bei denen man ein charakteristisches Pfeifen hören kann. Das Auerhuhn ist kein guter Flieger und bevorzugt es, zu Fuß zu gehen. Meistens flüchten die Tiere auf dem Boden in die nächste Deckung.
Im Sommerhalbjahr ernährt sich das Auerhuhn fast ausschließlich von Heidelbeerblättern, Beeren, Sämereien und jungen Sprösslingen. Die Küken in den ersten Lebenswochen sind auf tierische Proteine in Form von Insekten angewiesen, wobei das Angebot an erreichbarer Nahrung sehr stark vom Witterungsverlauf abhängt. Im Winter besteht die Nahrung hauptsächlich aus Nadeln und Knospen von Kiefern, Fichten, Tannen und Buchen.
Ein Gelege besteht durchschnittlich aus acht Eiern, die ca. 26 bis 28 Tage lang bebrütet werden.
Die Küken sind ähnlich gefärbt wie die Hennen und haben eine schwarze Kopfplatte. Später verändert sich die Färbung der Hahnenküken mit der Zeit. Es wird dunkler und man kann die spätere Färbung des Hahns erahnen. Insgesamt sind sie dann auch schon deutlich größer als die Hennenküken.
-Steckbrief Auerhahn:
| Name: |
Auerhahn |
| Wissenschaftl. Name: |
Tetrao urogallus |
| Ordnung: |
Hühnervögel (Galliformes) |
| Familie: |
Fasanenartigen (Phasianidae) |
| Gattung: |
Auerhühner (Tetrao) |
| Art: |
Auerhahn |
| Größe: |
60 bis 90 cm |
| Gewicht: |
2,5 bis 5 kg |
| Lebenserwartung: |
ca. 12 bis 18 Jahre |
| Lebensraum: |
lichte Nadelwälder und Mischwälder mit Sümpfen und Mooren
|
|
| Nahrung: |
Nadeln und Knospen von Kiefern, Fichten, Tannen, Buchen, Heidelbeerblätter, Beeren, Sämereien |
| Zugverhalten: |
Standvogel |
| Paarungszeit: |
März bis Juni |
| Brutverhalten: |
ca. 8 Eier |
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