Mönchssittich
Der Mönchssittich ist ein südamerikanischer Papagei, der sich dadurch auszeichnet, daß er als einzige Papageienart nicht in Höhlen brütet sondern große Nester aus Zweigen baut. Die Nester werden als große Gemeinschaftsnester in Bäumen, Palmen oder auf Strommasten errichtet. Innerhalb dieser Gemeinschaftsnester befinden sich mehrere Wohnabteile, die jeweils von einem Pärchen bewohnt werden. Die einzelnen Abteile bestehen wiederum aus mehreren spezialisierten Kammern zum Schlafen, Brüten und zum Aufenthalt. Die Nester ausgeflogener Jungtiere werden in der Nähe der Eltern gebaut. Ein Gelege besteht normalerweise aus 5 bis 6 Eiern, die ca. 22 Tage lang bebrütet werden.
Die Jungvögel werden nach 42 bis 45 Tagen flügge und ca. zwei bis drei Wochen nach dem Ausfliegen selbständig.
Neben dem Halsbandsittich hat der Mönchssittich das weiteste Verbreitungsgebiet, das sich
über die letzten Jahrzehnte massiv ausgeweitet hat. Neben seinem ursprünglichen Lebensraum hat sich der sehr anpassungsfähige Vogel als invasive Art in über 31 Ländern weltweit fest etabliert.
Die ursprüngliche Heimat der Vögel liegt in Südamerika.
Durch entkommene oder absichtlich freigelassene Haustiere haben sich rund um den Globus riesige, selbsterhaltende Populationen gebildet.
Meistens findet man diese in städtischen Gebieten. In Europa fühlen sich die Vögel besonders im Mittelmeerraum sehr wohl, so daß sie hier besonders häufig vertreten sind. Beispiele hiefür sind z.B. Italien, Frankreich, Griechenland und Spanien. Während einer Vogelbeobachtungstour durch einen Stadtpark von Madrid konnte ich die Vögel selbst schon aus nächster Nähe beobachten. Sie waren im Park, neben den ebenfalls dort heimischen Halsbandsittichen, wirklich in großer Anzahl zu finden. Außerdem leben sie heute in Nord- und Zentralamerika, in Mexiko, auf den Cayman-Inseln, in Israel, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Chile, Südafrika, Kenia und Japan.
Die Wildform des Mönchssittichs ist auf dem Rücken, den Flügeln und am Schwanz kräftig grün, besitzt eine graue Stirn, einen grauen Kopf und eine graue Brust. Durch Zuchtmutationen gibt es heute zahlreiche Farbvarianten, z.B. blau, gelb, albino und viele mehr.
-Steckbrief Mönchssittich:
| Name: |
Mönchssittich |
| Wissenschaftl. Name: |
Myiopsitta monachus |
| Ordnung: |
Papageien (Psittaciformes) |
| Familie: |
Eigentliche Papageien (Psittacidae) |
| Gattung: |
Mönchssittiche (Myiopsitta) |
| Art: |
Mönchssittich |
| Größe: |
29 cm |
| Gewicht: |
100 - 140 g |
| Lebenserwartung: |
20 bis 30 Jahre |
| Lebensraum: |
offene Savannen, Grasland, lichte Wälder, Städte, Parks, Gärten, Kulturlandschaften
|
| Nahrung: |
Sämereien, Blattknospen, Früchte, Insekten, Feldfrüchte |
| Brutverhalten: |
5 - 6 Eier |