Rußköpfchen
Das Rußköpfchen ist eine Art aus der Gattung der Unzertrennlichen. Die Unzertrennlichen sind eine Gattung von kleinen Papageien, die zu den Altweltpapageien gehört. Ihr Name hat ihren Ursprung in ihrer sehr starken Paarbindung.
Ein Pärchen bleibt im Normalfall ein ganzes Papageienleben lang zusammen.
Außerdem sind sie sehr anhänglich ihrem Partner gegenüber, sie kuscheln ausgiebig und pflegen gegenseitig ihr Gefieder. Man nennt sie daher auch "Liebesvögel", im Englischen heißen sie "Lovebirds". Sogar ihr wissenschaftlicher Name "Agapornis" setzt sich aus agape = Liebe und ornis = Vogel zusammen.
Lange Zeit wurden Rußköpfchen als Unterart der Schwarzköpfchen angesehen, heute gelten sie als eigenständige Art.
Die Vögelchen werden nur etwa 14 cm groß und sind kleiner als Schwarzköpfchen, sehen ihnen aber sehr ähnlich. Das Körpergefieder und der Schwanz sind grün, das Gesicht ist dunkelgrau-bräunlich.
Die Stirn ist leicht rotbraun und die Brust ist rosa-orange. Das Kinn, die Kehle, die Wangen und die Handschwingen sind dunkelbraun. Die Augen sind dunkel mit einem weißen Augenring und der Schnabel ist rot. Männchen und Weibchen sind anhand der Gefiederfärbung nicht zu unterscheiden.
Das Verbreitungsgebiet des Rußköpfchens ist stark begrenzt. Man findet sie nur im südlichen Kafue-Nationalpark, im Südwesten Sambias entlang des Sambesis bis zu den Victoriafällen und in Simbabwe. Es ist möglich, daß die Vögel in Simbabwe mittlerweile ausgestorben sind.
Rußköpfchen gelten als eine bedrohte Art, weil ihre Bestände gering sind und sie durch Habitatzerstörungen bedroht sind. Besonders nachteilig wirkt sich für diese Art der Rückgang von Oberflächengewässern aus. Anscheinend haben sich die Bestände nach massiven Wildfängen Anfang des 20. Jahrhunderts nie mehr richtig erholt.
Der Lebensraum der Vögel ist offenes Waldland. Besonders gerne halten sie sich in Akazienwäldern oder in Gebieten mit Feigenbäumen auf. Oft sind sie in feuchtwarmen, bewaldeten Flusstälern und Auenwäldern anzutreffen.
Sie sind darauf angewiesen, offene Wasserstelle in ihrem Lebensraum zu finden. Sind diese Wasserstellen während der Trockenzeiten ausgetrocknet, wandern die Vögel ab.
Es handelt sich um sehr gesellige Tiere, die in Trupps zusammenleben.
Sie ernähren sich hauptsächlich von Grassamen und kleinen Samen anderer Pflanzen. Während der Reifezeit fressen sie auch Mais, Getreide und Hirse. Sehr zum Leidwesen der Bauern, fallen sie auf landwirtschaftlichen Anbauflächen ein. Sie können dort großen Schaden anrichten.
Das Nest wird vom Weibchen aus Rinden und Blättern gebaut, die es im Schnabel transportiert. Das Nest wird sogar noch weitergebaut, wenn die Jungvögel schon auf der Welt sind.
Die Brutzeit liegt im November und Dezember. Ein Gelege besteht aus 3 bis 5 Eiern, die ca. 24 Tage bebrütet werden.
Die Jungvögel werden nach ca. 6 Wochen flügge.
-Steckbrief Rußköpfchen:
| Name: |
Rußköpfchen |
| Wissenschaftl. Name: |
Agapornis nigrigenis |
| Ordnung: |
Papageien (Psittaciformes) |
| Familie: |
Altweltpapageien (Psittaculidae) |
| Gattung: |
Unzertrennliche (Agapornis) |
| Art: |
Rußköpfchen |
| Größe: |
14 cm |
| Gewicht: |
38 bis 47 g
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| Lebensraum: |
offenes Waldland, bewaldete Flusstäler, Auenwälder, Regionen mit Feigenbäumen
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| Lebenserwartung: |
bis zu 20 Jahre
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| Nahrung: |
Samen
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| Brutverhalten: |
3 bis 5 Eier |