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Heimische Eulenarten

Auch wenn man Eulen eher selten in freier Natur zu Gesicht bekommt - in Deutschland kommen zehn der dreizehn Eulenarten vor, die in Mitteleuropa heimisch sind.
Zu den Eulen gehören natürlich auch die Käuze, die im Grunde genommen ebenfalls Eulen sind.
Der Unterschied zwischen Eulen und Käuzen liegt äusserlich hauptsächlich im Vorhandensein oder Fehlen der Federohren. Eulen haben in den meisten Fällen Federohren (Ausnahme z.B. Schleiereule und Schnee-Eule), Käuze nicht. Die Unterscheidung zwischen Eulen und Käuzen wird in Europa übrigens nur im deutschsprachigen Raum gemacht.

heimische Eulenarten

(Schleiereule)

Es gibt noch einen anderen Unterschied zwischen Eulen und Käuzen, der sich auf die Lautäusserung der Vögel bezieht. Der Name "Eule" entstand aus dem Wort "heulen". Damit ist der langgezogene Ruf gemeint, der zum Beispiel wie "U-huhuuuu" oder "schuhuhuuuhu" klingt. Der Kauz dagegen erhielt seinen Namen aus der Ableitung von "kurz". Im Gegensatz zu Eulen haben viele Käuze einen kurzen Ruf. So gibt das Waldkauz-Weibchen ein kurzes "kiwitt" von sich, der Kuckuckskauz klingt, wie der Name schon vermuten lässt, wie "kuck-kuck".

Deutschlands heimische Eulenarten

(Waldkauz)

Eulen sind meistens in der Dämmerung oder nachts aktiv und jagen ihre Beute in der Dunkelheit. Sie haben sehr gute Augen und können Ihren Kopf bis zu 270° drehen, was das Gesichtsfeld natürlich erheblich erweitert. Ausserdem ist das Gehör der Eulen ausgezeichnet. Der Gesichtsschleier dient dazu, Schallwellen zu den Ohren zu leiten. So können die Vögel ihre Beute auch in der tiefsten Nacht und unter einer geschlossenen Schneedecke aufspüren.

Waldkauz

Deutschlands heimische Eulenarten

Die Eule, die bei uns am häufigsten vorkommt, ist der Waldkauz. Der Waldkauz ist mit seinen ca. 40 cm Körpergröße eine mittelgroße Eulenart. Die Gefiederfärbung der Vögel kann recht unterschiedlich ausfallen. Es gibt graue, braune und rötliche Exemplare.
Als Nahrung bevorzugt der Waldkauz Mäuse und ähnliche Kleinsäuger, kann aber bei einem Mangel an geeigneten Säugetieren auch auf andere Beutetiere umstellen. Dann werden häufig kleine Vögel gejagt, manchmal sogar andere Eulenarten. Der Waldkauz kann bis zu 300 g schwere Beutetiere schlagen und wegtransportieren. mehr Info

Waldohreule

waldohreule

Die Waldohreule ist in Deutschland nach dem Waldkauz die zweit häufigste Eulenart. Ihren Namen trägt die Waldohreule wegen ihrer langen Federohren. Sie hat eine Körpergröße von etwa 36 bis 40 cm und ist damit in etwa so groß wie der Waldkauz. Allerdings ist sie etwas leichter und hat eine schlankere Gestalt.
Meistens halten sich die Vögel in lichten Wäldern mit offenen Flächen oder in der Nähe von Feldern auf. Offenes Gelände ist für die Waldohreulen wichtig, weil sie freie Flächen zur Jagd benötigen. mehr Info

Schleiereule

heimische Eulenarten Deutschland

Die Schleiereule hat heute wieder einen relativ stabilen Bestandtrend und gilt in Deutschland (2021) als nicht gefährdet, nachdem sie in den 1970er Jahren stark gefährdet war. Die heutigen Bestände sind ein guter Erfolg der Artenschutzmaßnahmen, die eingeleitet wurden.
Die Schleiereule ist anhand ihres herzförmigen Gesichtsschleiers deutlich von anderen Eulenarten zu unterscheiden. Sie gehört mit ihren ca. 35 cm Körpergröße und 200 bis 400 g Gewicht zu den mittelgroßen Eulen. Im Gegensatz zu vielen anderen Eulen hat die Schleiereule keine Federohren. mehr Info

Steinkauz

heimische Eulen Deutschland

Der Steinkauz besiedelt in Deutschland hauptsächlich ländliche Kulturlandschaften und lebt in unmittelbarer Nähe zum Menschen. Er brütet zum Beispiel in Ställen von Bauernhöfen.
Leider zählt der Steinkauz zu den gefährdeten Arten und wird in der Roten Liste der bedrohten Vögel geführt. Die Vögel die in Deutschland brüten findet man vor allem in Westdeutschland.
Der Steinkauz ist eine kleine Eule, die etwas über 20 cm groß wird und um die 160 bis 200 g wiegt.

Sperlingskauz

Der Sperlingskauz gehört mit seinen 16 bis 19 cm zu den sehr kleinen Eulenarten. Er ist zwar nicht ganz so klein wie ein Sperling, aber die kleinste Eule, die in Mitteleuropa vorkommt. Es gibt allerdings noch kleinere Eulen, wie den Elfenkauz. Der Elfenkauz wird tatsächlich nur so groß wie ein Spatz (13 bis 14 cm) und ist somit die kleinste Eule weltweit. Der Elfenkauz ist im Südwesten der USA, Ost-Mexiko und auf der Insel Socorro beheimatet. Das aber nur nebenbei.
Man findet den Sperlingskauz vor allem in Nadel- und Mischwäldern mit Altholzbeständen und Spechthölen, die er als Speisekammer und Bruthöhlen nutzt.

Raufußkauz

Eulen unserer Heimat

Der Raufußkauz gehört mit etwa 25 cm Körpergröpe zu den kleinen bis mittelgroßen Eulen. Sein Kopf wirkt im Verhältnis zum Körper etwas zu groß geraten. Das Wort "Rau" in seinem Namen stammt aus dem veralteten Begriff "Pelz", was sich auf seine befiederten Füße bezieht.
In Deutschland kommt der Raufußkauz zwar vor, allerdings nicht so häufig wie zum Beispiel der Waldkauz. Der Raufußkauz brütet vor allem in höher gelegenen Wäldern der Mittelgebirge und der Alpen. mehr Info

Europäischer Uhu

heimische Eulenarten in Deutschland

Der Uhu ist mit bis zu 75 cm Köpergröße die größe Eulenart weltweit. Leider waren diese Eulen in der Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland fast ausgestorben. Es gab nur noch in Bayern, dem bayrischen Alpenraum, Thüringen und Sachsen kleinere Restvorkommen der Vögel. Der Grund für sein fast vollständiges Verschwinden aus unseren Breiten war die Bejagung durch den Menschen. Schon vor tausenden von Jahren begann die Angst der Menschen vor dem Uhu, der damals als Totenvogel und Unheilbringer galt.

Uhu Totenvogel

Dazu kam, daß der Uhu bis vor nicht all zu langer Zeit von Jägern abgeschossen wurde, die ihn als unbeliebten Konkurrenten ansahen. Erst in den 1960er Jahren wurden die Vögel unter strengen Schutz gestellt und es begannen Auswilderungs- und Zuchtprogramme, um den Uhu in Deutschland wieder anzusiedeln. Zu dieser Zeit gab es deutschlandweit nur noch ca. 40 Uhupaare. Glücklicherweise erholen sich die Bestände langsam wieder. mehr Info

Habichtskauz

Deutschlands Eulen

Der Habichtskauz gilt weltweit als nicht gefährdete Art, ist allerdings in Deutschland nur sehr selten zu beobachten. Im Nationalpark Bayerischer Wald gab es in den späten 1980er Jahren ein Wiederansiedelungsprojekt, das erste Bruterfolge in freier Natur verzeichnen konnte.
Das Verbreitungsgebiet der Vögel erstreckt sich von Nordosteuropa bis Japan und Korea. Kleinere Vorkommen gibt es auch im südlichen Mitteleuropa.
Der Habichtskauz gehört zu den größeren Eulenarten. Er wird bis etwa 59 cm groß und hat eine Spannweite von bis zu 124 cm. mehr Info

Sumpfohreule

Eine der seltensten Eulenarten in Deutschland ist die Sumpfohreule. Vor alle man der Nordsee sind diese seltenen Eulen noch zu finden. Dort leben sie in den Dünen und auf den Heiden der Salzwiesen. Der Bruterfolg hängt stark vom Nahrungsangebot ab.
Sumpfohreulen werden 34 bis 42 cm groß und gehören damit zu den mittelgroßen Eulenarten. Ihre Flügelspannweite liegt zwischen 97 und 107 cm.

Zwergohreule

Zwergohreule Deutschland

Wie der Name schon vermuten lässt, gehört die Zwergohreule zu den sehr kleinen Eulenarten. Sie erreicht eine Größe von ca. 20 cm und wiegt nur um die 80 bis 100 g. Sie lebt vor allem in warmen und trockenen Gebieten wie zum Beispiel in Spanien, Griechenland oder Italien. Bei uns in Deutschland ist die Zwergohrele ein sehr seltener Vogel. In Bayern werden zwar jedes Jahr einige Zwergohreulen beobachtet, allerdings fehlen meistens die Brutnachweise.

Tarnung einer Eule

Tarnung einer Eule

Wie andere Eulenarten auch, besitzen Zwergohreulen ein rindenfarbiges Gefieder. Möchten sie bei Gefahr so unauffällig wie möglich wirken, legen sie das Gefieder eng an den Körper an und schließen die Augen bis zu kleinen Schlitzen. So verschwinden sie optisch in ihrer Umgebung, da sie wie ein Ast oder Baumrinde aussehen. mehr Info





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